Diplomat: Vereinigte Staaten sollen feindselige Politik ändern
Nordkorea will alleine mit den USA sprechen

Nordkorea strebt ungeachtet seiner vorläufigen Absage multilateraler Gespräche über ein Ende seines Atomprogramms weiterhin den direkten Dialog mit den USA an. „Es ist wichtig für die USA, dass sie ihre feindselige Politik gegenüber Nordkorea ändern“, sagte der stellvertretende nordkoreanische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Han Song Ryol, der südkoreanischen Zeitung „Hankyoreh“ (Freitag).

HB SEOUL. Falls die USA die Forderung Nordkoreas nach bilateralen Gesprächen akzeptierten, würde dies eine Änderung in dieser Politik signalisieren, wurde Han zitiert.

Han bekräftigte in dem Interview die Position seiner Regierung, Nordkorea sei zur Rückkehr zu den Sechs-Länder-Gesprächen unter der Bedingung bereit, dass die USA ihre nach Ansicht Pjöngjangs feindselige Politik aufgäben. „Wir werden uns melden, wenn die Gründe und Bedingungen für die Sechsergespräche stimmen.“ Jede Verweigerung bilateraler Gespräche würde wiederum bedeuten, dass die USA Nordkorea nicht anerkennen wollten.

Das Interview wurde einen Tag nach der Erklärung Nordkoreas veröffentlicht, bereits im Besitz eigener Atomwaffen zu sein. Pjöngjang hatte zudem erklärt, werde auf unbestimmte Zeit nicht an den Sechsergesprächen teilnehmen. Die USA sehen die Sechserrunde als den besten Weg, um Nordkorea zusammen mit den anderen Teilnehmern China, Südkorea, Russland und Japan zur Aufgabe seines Atomprogramms zu bewegen.

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