Diplomatie
Annan „tief besorgt“ über syrische Situation

Die Gespräche von UN-Sondergesandtem Kofi Annan mit Syriens Staatschef Assad sollten auf ein Ende der Gewalt hinwirken. Die Friedensbemühungen der UN wurden von einem Angriff der Assad-Truppen auf Idlib konterkariert.
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Beirut, Damaskus, KairoDer Syrien-Sondergesandte Kofi Annan hat sich am Samstag in Damaskus für ein Ende des Blutvergießens eingesetzt. Im Gespräch mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad habe sich der ehemalige UN-Generalsekretär für einen Dialog zwischen dem Regime und den Regierungsgegnern ausgesprochen, verlautete aus arabischen Diplomatenkreisen. Nach dem Gespräch äußerte sich Annan „tief besorgt“.

Der ehemalige UN-Generalsekretär habe am Samstag in Damaskus „mehrere Vorschläge“ für ein Ende der Gewalt unterbreitet, teilte die UNO in New York mit, weitere Details wurden nicht genannt. Die syrische Armee drang während Annans Besuch nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten in die Oppositionshochburg Idlib ein.

In Kairo berieten derweil die arabischen Staaten über ihr weiteres Vorgehen - zeitweise auch mit Russland. Das Golfemirat Katar brachte erneut einen Militäreinsatz ins Gespräch. Die Europäische Union kündigte neue Sanktionen an.

Assad habe Annan, dem gemeinsamen Beauftragten von UN und Arabischer Liga, ernsthafte Bemühungen zur Lösung des Konflikts zugesagt, berichteten die staatlichen syrischen Medien. Assad habe aber gleichzeitig darauf hingewiesen, dass ein politischer Prozess nicht erfolgreich sein könne, solange bewaffnete terroristische Gruppen Chaos stifteten, berichtete die Nachrichtenagentur Sana. Das syrische Regime bezeichnet die Opposition als Terroristen.

Annan wollte im Laufe des Tages auch mit Regimegegnern zusammenkommen. Weite Teile der Opposition lehnen allerdings einen Dialog mit dem Assad-Regime ab. Seit Beginn des Aufstands gegen Assad vor einem Jahr wurden nach UN-Schätzungen mehr als 7500 Menschen getötet.

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  • Im Gegensatz zu unserer Regierung duldet Herr Assad keine rechtsfreien Räume.

  • Wahl Frankfurt/main: Erwähnte ich die Scheidungsfolgekosten-finanzierung per SOZIALBETRUG bei SPD-StadtverordnetINNen?
    Interssiert Sie wohl wie eine Eisenstange aus dem umgefallen Sack Wurst.

  • was unser haseln nicht verstehen: es gibt keine syrische "Situation".
    Es gibt einfach nur leute, die Krieg führen wollen, notfalls mit Hilfe der Israelis.
    Und da sehen die Namen ganz einfach anders aus.

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