Diplomatie
Deutscher wird neuer UN-Verwalter im Kosovo

Der deutsche Diplomat Joachim Rücker wird neuer UN-Verwalter der serbischen Provinz Kosovo. Das wichtigste Amt der UN in der Provinz muss nach dem Rücktritt des Dänen Sören Jessen-Petersen im Juni neu besetzt werden. Rücker ist derzeit der UN-Privatisierungschef im Kosovo.

HB NEW YORK. UN-Generalsekretär Kofi Annan habe dem Sicherheitsrat seine Absicht mitgeteilt, den 55-jährigen mit Wirkung zum 1. September für das Amt zu ernennen, sagte der Sprecher der Vereinten Nationen, Stephane Dujarric, am Montag in New York.

Rücker wird der sechste und aller Voraussicht nach auch letzte Verwalter der Vereinten Nationen für das Kosovo sein, da die westlichen Staaten noch in diesem Jahr eine Lösung für den endgültigen Status der Region anstreben.

Die Gespräche darüber haben im Februar begonnen und befinden sich derzeit in der entscheidenden Phase. Das mehrheitlich von moslemischen Albanern bewohnte Kosovo wird seit dem Eingreifen der Nato gegen einen serbischen Vormarsch 1999 von den UN verwaltet. Rund 2500 Bundeswehr-Soldaten unterstützen den Nato-Einsatz in dem Gebiet. Die albanische Mehrheit verlangt eine vollständige Unabhängigkeit von Serbien, die serbische Regierung lehnt dies ab und bietet stattdessen eine Autonomie an.

Rücker hatte seit 1979 zahlreiche Posten im Auswärtigen Amt inne. Bevor er zu den Vereinten Nationen ging, leitete er dort die Haushalts- und Finanzabteilung. In seinem derzeitigen Amt im Kosovo hat er sich um die Wiederbelebung der zerstörten Wirtschaft des Kosovo bemüht. UN-Vertreter in der Provinz sahen darin einen Vorteil seiner Ernennung, weil er bereits mit seinem künftigen Arbeitsgebiet vertraut sei.

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