Direktinvestitionen
Deutsche schauen sich verstärkt in Russland um

Gesucht, gefunden, gescheitert - Deutsche Firmen schauen sich nach Investitionsmöglichkeiten in Russland um. Die Direktinvestitionen haben im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Doch nicht alle Pläne lassen sich realisieren.


  • Gesucht

    : Daimler-Chrysler und Volkswagen suchen konkret nach Standorten für Montagewerke in Russland. Die Deutsche Bank will ihre bereits 40-prozentige Beteiligung an der Moskauer Investmentbank UFG zur vollständigen Übernahme ausweiten. Zugleich verhandeln die Frankfurter über den Kauf der russischen Impex-Bank. Die Hypo-Vereinsbank ist kurz vor ihrer Übernahme durch die italienische Unicredito Mehrheitsgesellschafter der International Moscow Bank geworden. Bosch-Siemens Haushaltsgeräte errichten ein Kühlschrankwerk bei St. Petersburg. Russlands Präsident Putin will auch vermehrt deutsche Autozulieferer in sein Reich locken. Der deutsch-französische Flugzeugbauer EADS strebt zehn Prozent am sibirischen Kampf- und Löschjet-Produzenten Irkut an.





  • Gefunden

    : Die Gipswerke Knauf sind bislang die größten deutschen Russland-Investoren, gefolgt von Siemens. Doch auch viele kleinere Unternehmen wie der Landmaschinenhersteller Claas oder die Tapetenwerke Erismann, der Schokoladenhersteller Alfred Ritter, die Joghurtproduzenten Ehrmann und Onken sowie die Käserei Hochland haben in Russland Fabriken eröffnet. Metro, Rewe, Douglas, Marktkauf und die deutsche Ikea-Tochter machen mit ihren Filialen in Russland Millionen-Umsätze, C&A hat in Moskau einen ersten Laden eröffnet.





  • Gescheitert

    : Der Versuch von Siemens, den größten russischen Turbinenbauer Silowyje Maschiny (SM/Power Machines) zu übernehmen, wurde vom russischen Kartellamt abgelehnt. Zuvor hatte bereits der Autozulieferer Continental 30 Mill. Euro in den Sand gesetzt, weil er sich mit der Moskauer Stadtregierung den falschen Partner für ein Joint Venture mit dem Moskauer Reifenwerk gesucht hatte. Auch die so genannten „Leuchtturm-Projekte“, die Putin und Kanzler Gerhard Schröder fördern wollten – darunter ein Methanol-Werk von Ferrostahl für Gazprom –, liegen auf Eis.



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