International

_

Dirk Niebel im Libanon: Deutschland will offene Grenzen für syrische Flüchtlinge

Deutschland will die Hilfe für syrische Flüchtlinge ausweiten. Entwicklungsminister Dirk Niebel versprach Nachbarländern, die mit den Flüchtlingsströmen zurecht kommen müssen, bessere Unterstützung.

Syrische Flüchtlinge in der Nähe von Mafraq im Königreich Jordanien. Quelle: dapd
Syrische Flüchtlinge in der Nähe von Mafraq im Königreich Jordanien. Quelle: dapd

Berlin/MoskauDie Bundesregierung will ihre Hilfe für Flüchtlinge aus Syrien verstärken, die in den Nachbarländern Zuflucht gefunden haben. Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) sagte: „Der Druck auf die Menschen in Syrien ist enorm groß, aus den Gefechtshandlungen herauszukommen. Deswegen haben wir uns als Bundesregierung in Jordanien und jetzt auch im Libanon bereiterklärt, dazu beizutragen, dass die Grenzen auch in Zukunft offen bleiben.“ Niebel ist am Samstagmorgen in den Libanon gereist, um sich selbst ein Bild zu machen.

Anzeige

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerkes UNHCR sind rund 300.000 Flüchtlinge aus Syrien nach Jordanien und in den Libanon gekommen. In die Türkei, nach Ägypten und in den Irak seien insgesamt weitere 200.000 Menschen geflohen.

Bürgerkrieg in Syrien Assad setzt weitere Scud-Raketen ein

Die Nato sieht dies als letzten Akt „eines verzweifelten Regimes vor dem Niedergang“.

Bis Mitte Dezember sind also mehr als eine halbe Million Menschen vor dem Bürgerkrieg in Syrien geflohen. Niebel verwies darauf, dass die Nachbarländer durch die hohe Zahl an Flüchtlingen stark belastet würden. „Hier bedarf es der Unterstützung durch die Bundesregierung.“

Der Minister ließ offen, wann Syrien wieder mit deutscher Entwicklungshilfe rechnen kann. Bisher sei die staatliche Entwicklungszusammenarbeit auf „ganz geringen Niveau“ betrieben worden, vornehmlich im Bereich der Wasserversorgung. Seit Mai vergangenen Jahres seien alle Mitarbeiter aus Syrien abgezogen.

Die Zusammenarbeit konzentriere sich jetzt auf die Versorgung der Flüchtlinge in den Nachbarländern. Zudem würden internationale Organisation unterstützt, die noch in dem Bürgerkriegsland tätig seien. Dazu zählen das Welternährungsprogramm (WFP) oder das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK).

  • Die aktuellen Top-Themen
Ägyptens Ex-Regierungschef: Prozess gegen Mubarak eingestellt

Prozess gegen Mubarak eingestellt

Er ist die Hassfigur des Arabischen Frühlings und der Erzfeind des neuen Regimes: Dennoch wurde der ehemalige Herrscher Ägyptens, Husni Mubarak, begnadigt. Ein Gericht hob in Kairo den Strafbefehl gegen ihn auf.

Vom Atom-U-Boot aus: Russland testet neue Interkontinentalrakete

Russland testet neue Interkontinentalrakete

Russland hat erneut eine neue Interkontinentalrakete getestet. Die Rakete vom Typ „Bulawa“ sei vom Atom-U-Boot „Alexander Newski“ abgefeuert worden, teilte das Verteidigungsministerium am Freitag mit.

Deflation und ihre Folgen : Jagt die EZB ein Gespenst?

Jagt die EZB ein Gespenst?

Die Preise in der Eurozone steigen kaum noch. EZB-Chef Draghi sieht sich deshalb zum Handeln gezwungen. Doch wäre eine Deflation wirklich so schlimm? Ein Pro und Contra über den Nutzen und Schaden sinkender Preise.

  • Konjunkturtermine
Konjunkturtermine: Wochenvorschau

Wochenvorschau

Die wichtigsten Ereignisse und Indikatoren in Europa und International