DIW-Vorschläge gegen die Schuldenkrise
Fünf-Punkte-Plan zur Rettung Griechenlands

Selbst wenn sich Athen und die EU einigen, bleiben die eigentlichen Probleme ungelöst. Wie Griechenland dauerhaft gerettet werden kann, skizzieren die DIW-Ökonomen Fratzscher und Kritikos in einem Gastbeitrag.
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BerlinDie neue griechische Regierung hat einen Antrag auf Verlängerung der Kredithilfen in Brüssel gestellt – offen ist allerdings immer noch, welche Verpflichtungen aus dem zweiten „Rettungspaket“, das am 28. Februar endet, in diese Übergangsvereinbarung einfließen werden. Am Freitag geht der Verhandlungsmarathon zwischen Griechenland und seinen Gläubigern über die weiteren Rahmenbedingungen in die nächste Runde - und mit Sicherheit nicht in die letzte.

Inzwischen dürfte vor allem eins klar sein: Die Höhe der Schuldenlast ist nicht das einzige Problem Griechenlands. Vielmehr steht die griechische Regierung vor der Aufgabe, eine koordinierte Strategie zu entwickeln, die zum einen die bestehenden Schulden vollständig tragfähig macht, aber vor allem die Modernisierung der Wirtschaft und seiner staatlichen Institutionen fortsetzt und beschleunigt.

Denn bis zum heutigen Tag macht Griechenland von seinen hochproduktiven Ressourcen zu wenig Gebrauch. Nur wenn dies gelingt, wird das Land die Krise beenden und seinen Bürgern eine bessere Zukunft bieten können.

Um dieses komplexe Ziel zu erreichen, sehen wir die Umsetzung der folgenden Punkte einer Strategie als Schlüssel für das Land:

Kommentare zu " DIW-Vorschläge gegen die Schuldenkrise: Fünf-Punkte-Plan zur Rettung Griechenlands"

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  • Die fünf Punkte setzen eines voraus: Ehrlichkeit! Und das ist bei den Griechen nicht gegeben. Nicht vor Jahren, als sie sich in den Euroraum reingemögelt haben mit falschem Zahlenwerk und nicht jetzt, wo sie auch nur versuchen , die Anderen auszutricksen. Also , es klappt dort gar nichts, ohne straffe ausländische (deutsch-französisch-holländisch-finnische) Kontrolle!

  • Wo ist der Unterschied zum bisherigen Rettungsprogramm? Es fehlt doch komplett der Handlungswille der Griechen, nicht um sonst haben sie jetzt eine sozialistsche Regierung gewaehlt. Normalerweise muesste Griechenland erst reformieren, d.h. erst den Staat verschlanken und arbeitsfaehig machen, und dann die Schulden angehen. Aber den radikalen Schnitt hat man versaeumt, langwierige schmerzvolle Anpassungen sind schlimmer als kurzfristige radikale Aenderungen.Griechenland ist gescheitert, als Staat wie als Mitglied des Euros. Sie muessen raus, die einizge Hoffnung fuer die Griechen und die EU.

  • Wo ist der Unterschied zum bisherigen Rettungsprogramm?

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