DIW-Vorschlag: Berlin soll Athen bis zu 50 Milliarden Euro erlassen

DIW-Vorschlag
Berlin soll Athen bis zu 50 Milliarden Euro erlassen

DIW-Chef Marcel Fratzscher plädiert dafür, Griechenland die Hälfte seiner Schulden zu erlassen, sofern das Land zu weiteren Reformen bereit sei. Das würde Deutschland 40 bis 50 Milliarden Euro kosten.
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Berlin/Wien/BrüsselDer Berliner Ökonom und Regierungsberater Marcel Fratzscher plädiert dafür, Griechenland die Hälfte seiner Schulden zu erlassen. „Wir sollten uns auf eine Diskussion über eine Schuldenumstrukturierung einlassen“, sagte der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) am Freitag dem ORF. Wenn das Ägäis-Land im Gegenzug zu weiteren Reformen bereit sei, sollte eine Halbierung der Staatsschulden ins Auge gefasst werden.

„Das heißt: 120 Milliarden Euro müssten eigentlich abgeschrieben werden.“ Deutschland werde als Gläubiger dann wahrscheinlich „mit 40 bis 50 Milliarden Euro dabei“ sein. Eine solche Summe sei für das Land sicherlich verkraftbar. Das DIW gehört zum Kreis führender Forschungsinstitute, die die Bundesregierung in Wirtschaftsfragen beraten.

Die EZB darf Griechenland nach den Worten ihres Direktoriumsmitglieds Benoit Coeure keine Schulden erlassen. Der Franzose sagte dem Rundfunksender France 24 am Freitag, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) in der Euro-Krise erworbenen Staatsanleihen des Ägäis-Landes seien dafür nicht geeignet.

„Es wäre gegen das Gesetz und würde dem Vertrag zuwiderlaufen, wenn Staatsschulden bei einer Zentralbank umgeschichtet würden. Die Europäischen Verträge besagen das ganz deutlich“, sagte Coeure.

Kommentare zu " DIW-Vorschlag: Berlin soll Athen bis zu 50 Milliarden Euro erlassen"

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  • @ Beo Bachter

    Als die Franzosen im 18. Jahrhundert um mehrere zehntausend Bürger des Establishments geschrumpft sind ging es Ihnen danach nicht schlechter. Das politische Establishment aber auch deren Lakaien wie die Lügenpresse überschätzt ihren Nutzwert erheblich.

  • http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/01/08/anzeichen-von-panik-hat-sich-soros-der-ukraine-verspekuliert/

  • Griechenland hatte einen Einbruch von 20% der Wirtschaftsleistung zu verkraften.
    Die Arbeitslosigkeit nähert sich 30 %, die Jugendarbeitslosigkeit 50%!
    Ebenso in Spanien.

    Sieht so eine Rettung aus?

    Wir haben nicht den Euro oder die Griechen gerettet.

    Gerettet ( Mit unseren Steuern ) werden nur die reichen Gläubiger der Staaten ( Internationale Bankster ) und die Finanzeliten – auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger. ( Steuersklaven )

    Warum erfahren wir in den gleichgeschalteten Systemmedien nichts über das Geldmonopol bzw. Schuldgeldsystem der internationalen Bankster?

    Da sollte man sich mal die Frage stellen, wem gehören eigentlich die Medien?

    Wie lange lassen wir uns das noch von der Staatsmafia gefallen?

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