Dokumentation
Fall Althaus: Die Erklärung der Staatsanwaltschaft Leoben im Wortlaut

Die Erklärung der Staatsanwaltschaft Leoben zum Ermittlungsverfahren gegen Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) nach seinem Skiunfall am Neujahrstag in Österreich.

"1. Die Staatsanwaltschaft Leoben hat beim Bezirksgericht Irdning gegen Dieter Althaus Strafantrag wegen des Vergehens der fahrlässigen Tötung nach dem § 80 des österreichischen Strafgesetzbuches eingebracht. Dieter Althaus fuhr am 1. Jänner 2009 als Skifahrer die Skipiste "Die Sonnige" talwärts. Im Bereich der Kreuzung mit der Panoramapiste bog er gegen die Fahrtrichtung in die Panoramapiste ein und kollidierte nach einer Fahrtstrecke von 12 - 14 m mit der talwärts fahrenden Beata Christandl. Bei dem Zusammenprall erlitt Beata Christandl tödliche Schädelverletzungen.

2. Dieter Althaus verzichtete auf sein Recht, sich zu dem ihm zur Last gelegten Sachverhalt vernehmen zu lassen und gab eine schriftliche Stellungnahme ab. Darin erklärte er nachvollziehbar, keine Erinnerung an den Unfallablauf zu haben, keine sachdienlichen Angaben dazu machen zu können, jedoch die Ergebnisse der Sachverständigengutachten zur Kenntnis zu nehmen und die Verantwortung für den Tod Beata Christandls zu übernehmen. Gemäß der österreichischen Strafprozessordnung steht einem Beschuldigten das Recht zu, sich zu den gegen ihn gemachten Vorwürfen zu äußern bzw. eine Stellungnahme abzugeben. Die persönliche Einvernahme des Beschuldigten ist im Gesetz nicht zwingend vorgesehen."

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