Dokumentation
Obama veröffentlicht keine Misshandlungsfotos

US-Präsident Barack Obama hat sich entgegen früherer Äußerungen gegen die Veröffentlichung von Fotos entschieden, die die Misshandlung von Terrorverdächtigen zeigen. Die Veröffentlichung dieser Bilder könnte nach Einschätzung Obamas die US-Streitkräfte in Gefahr bringen und die Einsätze der Amerikaner im Irak und Afghanistan erschweren.

HB WASHINGTON. Dies teilte das US-Präsidialamt mit. Die US-Regierung hatte im vergangenen Monat trotz eines zu erwartenden politischen Aufschreis zugesagt, den Weisungen eines Gerichts zu folgen und die Fotos bis zum 28. Mai zu veröffentlichen.

Obama habe seinen Rechtsberatern in der vergangenen Woche gesagt, dass er sich mit der Veröffentlichung der Fotos nicht wohlfühle. Er könne aber in keiner Weise das Verhalten derjenigen entschuldigen, die die brutalen Verhörmethoden angewendet hätten, hieß es weiter.

Im April hatte Obama gegen den Willen der CIA interne Papiere über umstrittene Verhörmethoden veröffentlicht, die unter Obamas Vorgänger George W. Bush angewendet wurden. Darunter ist auch das sogenannte Waterboarding, bei der der Gefolterte zu ertrinken glaubt. Obama hat diese Praxis verboten, gleichzeitig aber eine Bestrafung der Folterer ausgeschlossen. Dies hatte ihm harsche Kritik von Menschenrechtsgruppen eingebracht. Das Waterboarding wurde zum Sinnbild für US-Exzesse in der Bekämpfung des internationalen Terrorismus nach den Anschlägen vom 11. September 2001.

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