Dokumente zum Atombomenbau
Iran will Diplomatie am Samstag beenden

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat sich unbeeindruckt von der härteren Gangart des Westens im Streit um das Teheraner Atomprogramm gezeigt und erneut mit Gegenmaßnahmen gedroht. Indes räumte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) am Dienstagabend ein, dass der Iran tatsächlich Dokumente zum Bau von Atombombe besitzt.

HB TEHERAN. Der Iran hat ultimativ den Abbruch der Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde angedroht, sollte die IAEA wegen des Atomkonflikts den Weltsicherheitsrat einbeziehen. Außenminister Manutschehr Mottaki sagte im Fernsehen, ab Samstag würden keine freiwilligen Inspektionen mehr zugelassen.

Gestern hatten sich überraschend auch Russland und China für eine Überweisung der Iran-Akte an den Sicherheitsrat ausgesprochen. Am Donnerstag kommt der IAEA-Gouverneursrat in Wien zu einer Sondersitzung zusammen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Die IAEA erklärte, der Iran sei über den Schwarzmarkt in den Besitz von Dokumenten gelangt, die keinem anderen Zweck dienen, als Atomsprengköpfe herzustellen. Die Erkenntnisse sind Bestandteil eines Berichtes, der dem Gouverneursrat der IAEA auf seiner Sondersitzung vorgelegt werden soll.

Am Dienstagvormittag hatten Diplomaten in Wien mitgeteilt, Teheran habe der IAEA einen eineinhalb Seiten langen Bericht übergeben, in dem beschrieben werde, wie spaltbares Uran in die Form von Sprengköpfen gegossen werden könne. Zum selben Zeitpunkt habe die Behörde dem Iran Geheimdienstinformationen aus den USA übergeben, die nahe legten, dass der Iran an Atomwaffen gearbeitet habe.

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