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Dollar-Geldanlagen: USA und China streiten über den Wert des Dollars

China als größter Gläubiger fordert die USA auf, den Wert des Dollar stabil zu halten. In Peking wächst die Sorge, dass die US-Regierung einen Teil der Schulden durch Inflation abbauen könnte. Derzeit hält das Reich der Mitte US-Staatsanleihen im Wert von rund 800 Milliarden Dollar. Die Vereinigten Staaten geben sich demütig.

US-Finanzminister Tim Geithner und der chinesische Vize-Premier Wang Qishan im April in London. Quelle: ap
US-Finanzminister Tim Geithner und der chinesische Vize-Premier Wang Qishan im April in London. Quelle: ap

TOKIO. Zwischen den USA und China bahnen sich neue Differenzen wegen des Umgangs mit Dollar-Geldanlagen an. Im Vorfeld der jüngsten Auflage des Chinesisch-Amerikanischen Dialogs zu Wirtschaft und Strategie klagt Peking immer lauter über Unsicherheiten in der amerikanischen Staatsfinanzierung. "Wir verlangen von den USA eine Politik, die den Wert des Dollar und die Stabilität entsprechender Geldanlagen sicher stellt", sagte Zhu Guangyao, Vizestaatssekretär im chinesischen Finanzministerium mit Blick auf die bevorstehenden Gespräche.

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Vom heutigen Montag an diskutieren die größte Volkswirtschaft der Welt und der Aufsteiger aus Fernost ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit. Das hochrangige Treffen in Washington haben US-Präsident Barack Obama und Chinas Präsident Hu Jintao im April vereinbart. Es setzt eine fast gleichnamige Reihe von Gesprächen fort, die vor drei Jahren begann. Außenministerin Hillary Clinton und Finanzminister Timothy Geithner werden dabei zwei ebenso hochrangige Vertreter Chinas gegenüber sitzen: Vizepremier Wang Qishan und Staatskommissar Dai Bingguo.

Der Umgang mit Dollarreserven und Staatsanleihen dürfte zentrales Thema sein. China ist der größte Gläubiger der USA. Das Reich der Mitte hält US-Staatsanleihen im Wert von 800 Mrd. Dollar. Gerade in der Krise ist China als Finanzier der Amerikaner unverzichtbar geworden. Die US-Regierung braucht für die aktuellen Konjunkturpakete bei weiterlaufendem Irak-Engagement mehr Geld als je zuvor.

Der Präsident der außerordentlich mächtigen chinesischen Zentralbank, Zhou Xiaochuan, hatte sich vergangene Woche für einen Abbau der Dollarbestände seines Landes ausgesprochen. China sollte einen Teil seiner Devisenreserven lieber ausgeben statt sie zu horten, sagte er. Das ist eher als Drohung zu verstehen denn als tatsächlicher Plan. Denn begänne China damit, in großem Stil Dollarwertpapiere auf dem Markt zu bringen, würden die Kurse sinken - zum eigenen Nachteil. Als Hauptgläubiger der USA hatte die chinesische Regierung zuletzt fordernde Töne angeschlagen. Dahinter steckt unter anderem die Sorge, dass die USA einen Teil ihrer Schulden durch Inflation abbauen könnten. Formal würden sie den Chinesen zwar die Schulden mit Zinsen zurückzahlen - das Geld wäre jedoch weniger wert.

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