Dollar wegen Fehlalarm gefallen
Doch kein Giftverdacht im US-Kapitol

Ein Giftalarm in einem US-Senatsgebäude hat am Mittwochabend (Ortszeit) Politik und Medien in Washington in Atem gehalten: Rund 200 Verwaltungsangestellte und mehrere Senatoren mussten rund drei Stunden in einer Tiefgarage ausharren, bevor die Polizei den Evakuierten Entwarnung geben konnte.

HB WASHINGTON. Mehrere Tests auf einen zunächst vermuteten Kampfstoff in dem Senatsverwaltungsgebäude „Russell“ gegenüber dem Kapitol waren negativ ausgefallen. Im Dachgeschoss hatte ein gasförmiger Stoff den Alarm ausgelöst, doch handelte es sich dabei nicht wie zunächst befürchtet um Nervengas. Teams in Schutzanzügen nahmen zwischenzeitlich Proben in dem Gebäude. Eine Polizeisprecherin wies auf den Umstand hin, dass bereits Lösungsmittel in Reinigern einen solchen Alarm auslösen könnten. Washington ist seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in erhöhter Alarmbereitschaft.

Auch in Fernost schreckte die Nachricht von dem Giftalarm in der Hauptstadt der westlichen Führungsmacht die Händler auf. Die Kurse an der Tokioter Börse waren kurzzeitig von der Nachricht beeinträchtigt. Auch der Dollar fiel kurzzeitig in Fernost, bevor sich der Giftverdacht als Fehlalarm herausstellte.

Zuletzt hatte es vor vier Jahren am Sitz der US-Legislative einen ähnlich großen Alarm gegeben, als Tests auf Anthrax das politische Washington in Atem hielten. Der republikanische Senator Judd Gregg zeigte sich nach dem Verlassen der Tiefgarage denn auch trotz des stundenlangen Bangens gefasst: „Wir haben im Kapitol da schon so einiges erlebt. Das ist leider in diesen Zeiten so.

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