Donald Trump Marineminister-Kandidat zieht Bewerbung zurück

Philip Bilden, Donald Trumps Kandidat für das Amt des Marine-Staatssekretär, gibt seiner Privatsphäre den Vorrang. Laut Insidern sollen ab heute Umschichtungen im Bundeshaushalt konkretere Gestalt annehmen.
Update: 27.02.2017 - 04:41 Uhr Kommentieren
US-Präsident Donald Trump muss einen neuen Kandidaten für den Posten des Marineministers finden. Quelle: Reuters
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US-Präsident Donald Trump muss einen neuen Kandidaten für den Posten des Marineministers finden.

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WashingtonUS-Präsident Donald Trumps Kandidat für das Marineministerium hat sich selbst aus dem Rennen genommen. Wie das Pentagon am Sonntagabend mitteilte, zog der Geschäftsmann Philip Bilden seine Kandidatur unter Hinweis auf „private Gründe“ und mögliche Konflikte mit Blick auf das Privatvermögen seiner Familie zurück.

Verteidigungsminister James Mattis äußerte sich „enttäuscht“ über diesen Schritt, respektierte aber Bildens Entscheidung. Er wolle Präsident Trump in den kommenden Tagen einen neuen Vorschlag für die Besetzung des Postens unterbreiten. Der Marineminister ist sowohl für die Marine als auch die Marineinfanterie zuständig.

In den vergangenen Wochen hatten bereits zwei von Trump nominierte Kandidaten ihre Bewerbungen für höchste Regierungsämter zurückgezogen. Der Milliardär Vincent Viola hatte seine Kandidatur für den Posten des Heeresministers zurückgezogen, ebenso wie Trumps Favorit für die Spitze des Arbeitsministeriums, Andy Puzder. Vor wenigen Tagen lehnte Admiral Bob Harward den ihm angebotenen Posten des Sicherheitsberaters im Weißen Haus ab.

Die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Umschichtungen im Bundeshaushalt nehmen Insidern zufolge ab heute konkretere Gestalt an. Das Präsidialamt werde den einzelnen Ministerien einen jeweiligen Entwurf zukommen lassen, sagten zwei mit den Vorschlägen vertraute Personen. Wie angekündigt solle der Verteidigungshaushalt aufgestockt werden. Im Gegenzug wolle das Präsidialamt die Gelder etwa für das Außenministerium und die Umweltschutzbehörde EPA kürzen. Für das US-Außenamt könne dies einen Einschnitt von bis zu 30 Prozent bedeuten. Die Entwürfe sind ein Schritt in einem längeren Prozess. Letztendlich muss der Kongress die Mittel freigeben.

Den Insidern zufolge will Trump dem Verteidigungsministerium mehr Geld zum Bau von Schiffen und Flugzeugen sowie zum Aufbau einer "robusteren Präsenz an wichtigen Wasserstraßen und See-Engen" wie der Straße von Hormus und dem Südchinesischen Meer zukommen lassen. Konkrete Summen wurden zunächst nicht bekannt. Die amerikanischen Militärausgaben stehen gegenwärtig bei grob 600 Milliarden Dollar pro Jahr, der Haushalt für das Außenministerium und Auslandshilfe beträgt etwa 50 Milliarden Dollar.

  • dpa
  • rtr
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