Donald Trump
Sicherheitsberater wegen Russland-Kontakten unter Druck

Michael Flynn, Sicherheitsberater der US-Regierung, steht Vorwürfen über enge Beziehungen zu Russland gegenüber. Er soll mit dem russischen Botschafter über Sanktionen gegen Moskau gesprochen haben.
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WashingtonDer Nationale Sicherheitsberater der US-Regierung, Michael Flynn, gerät wegen seiner Kontakte zu einem russischen Diplomaten zunehmend unter Druck. Es geht um den Vorwurf, dass er mit dem Botschafter Sergei Iwanowitsch Kisljak im Dezember über Sanktionen gegen Moskau gesprochen und dazu später falsche Angaben gemacht haben soll.

Als Stephen Miller, ein Berater von Donald Trump, am Sonntag gefragt wurde, ob Flynn noch das Vertrauen des Präsidenten genieße, wollte er keine Antwort geben. Das sei eine Frage, die man Trump oder seinem Stabschef Reince Priebus stellen müsse, sagte Miller dem Sender NBC News. „Es ist nicht meine Aufgabe zu sagen, was im Kopf des Präsidenten vorgeht.“ Er ging anschließend dazu über, Flynns Verdienste für die USA zu würdigen.

Flynn hatte Ende Dezember mit dem Botschafter telefoniert, etwa zur gleichen Zeit als der scheidende Präsident Barack Obama neue Sanktionen gegen Russland verhängte. Das Weiße Haus bestätigte die Kontakte. Trumps Sprecher Sean Spicer sagte jedoch, dabei sei es nicht um die Sanktionen gegangen. Diese Aussage wurde später auch von Vize-Präsident Mike Pence wiederholt.

Die „Washington Post“ berichtete unter Berufung auf Regierungskreise, es sei sehr wohl um die Sanktionen gegangen. Ein Sprecher Flynns sagte der Zeitung am Donnerstag, dass dieser sich zwar nicht an eine Erwähnung der Sanktionen erinnern könne, aber auch nicht gänzlich ausschließen könne, dass es nicht um das Thema gegangen sei.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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