Drahtzieher nach eigener Aussage in Lager in Afghanistan ausgebildet
Presse: Al Qaeda finanzierte Istanbuler Anschläge

Das Terrornetzwerk von Osama bin Laden soll nach Presseberichten die Istanbuler Attentäter bezahlt haben. Ursprünglich wollten diese ein anderes Ziel angreifen.

HB BERLIN. Das Terrornetzwerk Al Qaeda hat nach Berichten mehrerer türkischer Tageszeitungen die Selbstmordanschläge in Istanbul auf die beiden Synagogen, die Bank HSBC und das britische Konsulat finanziert. Der festgenommene Drahtzieher der Anschläge, Adnan Ersoz, soll demnach ausgesagt haben, Al Qaeda habe 150.000 Dollar zur Verfügung gestellt.

Mit diesem Geld hätten ursprünglich Anschläge gegen amerikanische Ziele in der Türkei finanziert werden sollen, hieß es. Demnach war ein Angriff auf den von US-Truppen genutzten türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik geplant. Nach Ersoz' Aussage wurde wegen der hohen Sicherheitsvorkehrungen von einem Anschlag auf den Luftwaffenstützpunkt abgesehen. Die Anschläge seien seit etwa zwei Jahren geplant worden.

Der Mann wurde seinen Angaben zufolge in einem Al-Qaeda-Lager in Afghanistan ausgebildet. Im Jahr 2001 will er Osama bin Laden persönlich getroffen haben. Er sagte, das Geld sei auf mehreren Wegen in die Hände der Attentäter gelangt. Ein Drittel der Summe habe er von einem Iraner bekommen. Der Rest sei nach einer Anfrage dem Al-Qaeda-Chef in der Türkei, Habip Aktas, überbracht worden.

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