Dramatischer Appell
Syrischer Oppositionschef fordert Handeln der Weltgemeinschaft

Bei der Sicherheitskonferenz in München bat der syrische Oppositionschef eindringlich um Hilfe im andauernden Konflikt. Er warf der internationalen Gemeinschaft vor, unmoralisch mit dem Krieg im Land umzugehen.
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MünchenMit einem dramatischen Appell hat der syrische Oppositionschef Ahmed Moas al-Chatib die Weltgemeinschaft zum Eingreifen im syrischen Bürgerkrieg aufgefordert. „Wir erleben hier eine echte Tragödie“, sagte al-Chatib in der Nacht zum Samstag bei der Münchner Sicherheitskonferenz.

Die Regierung von Staatschef Baschar al-Assad lasse gezielt Frauen vergewaltigen und foltere Kinder, selbst Fünfjährige würden zu Tode gequält. Es gebe eine „unglaubliche Brutalität in diesem Regime“, sagte der Oppositionsführer vor dem Plenum, in dem auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) saß.

Al-Chatib warf der internationalen Staatengemeinschaft vor, „nicht auf die moralisch gebotene Weise“ mit den Massakern in seinem Land umzugehen. Assad lasse alle möglichen Foltermethoden gegen die Bevölkerung anwenden und setze zudem verbotene Waffensysteme ein, ohne dass die Staatengemeinschaft darauf reagiere.

Al-Chatib bekräftigte aber seine Bereitschaft zu Verhandlungen mit dem Regime. Doch falls es nicht auf friedlichem Wege beseitigt werden könne, bitte er die internationale Gemeinschaft, „Flugzeuge und Waffen der syrischen Armee zu zerstören.

„Als Geste des guten Willens, um die Leiden des syrischen Volkes zu lindern, das Blutvergießen und die Zerstörung des Landes zu beenden, sind wir bereit, uns an einen Verhandlungstisch zu setzen.“ Er fügte hinzu: „Aber wir wollen nicht, dass ihre Hände voller Blut sind.“ Der Vorwurf blutiger Hände richtete sich bisher stets gegen die Person Assads. Al-Chatib sagte, auch das Regime müsse zu Verhandlungen bereit sein und „als Geste“ 100 politische Gefangene freilassen.

Der syrische Oppositionschef war vor seinem Auftritt mit Westerwelle zusammengetroffen. Der Bundesaußenminister begrüßte dabei die wachsende Handlungsfähigkeit der Opposition in Syrien. „Je schneller, je klarer das gelingt, desto glaubwürdiger ist die Koalition auch in den Augen der Menschen in Syrien eine echte Alternative zu Assad.“ Westerwelle sagte den syrischen Oppositionellen deutsche Hilfe zu.

Syrien war am späten Freitagabend Hauptthema bei einer Diskussionsveranstaltung in München. Am Rande der Konferenz will sich UN-Syrienbeauftragter am Samstag mit US-Vizepräsident Joe Biden, dem russischen Außenminister Sergej Lawrow und dem iranischen Außenminister Ali-Akbar Salehi treffen.

Doch am Freitag zeigte sich Brahimi nicht besonders zuversichtlich, dass es zu einer baldigen Lösung des Konflikts kommt. „Offen gesagt: Ich bin mir der Schwierigkeiten weit mehr bewusst, ... als einer Lösung, die um die Ecke liegt.“

Er forderte die zerstrittenen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats zur Kompromissbereitschaft auf. „Wir brauchen dringend internationales Handeln, und dieses Handeln muss vom Sicherheitsrat kommen.“

Weder das syrische Volk, noch die Nachbarländer seien in der Lage gewesen, einen Weg zur Beendigung des Konflikts zu finden, sagte Brahimi am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz. Das Einzige, was jetzt noch bleibe, sei die internationale Gemeinschaft. Nur der UN-Sicherheitsrat könne eine Lösung finden. Es sei der letzte Appell: „Bitte tun Sie Ihre Arbeit.“

Die ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats ziehen in der Syrien-Krise nicht an einem Strang. Die USA, Großbritannien und Frankreich sind der Ansicht, dass Assad durch den Einsatz des Militärs gegen Zivilisten jede Legitimität verloren hat. Russland, das Waffen an das Regime liefert, und China warnen dagegen vor „Einmischung“ in Syrien.

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  • Dramatische Appel an die Weltgemeinschaft. Das kennen wir doch. War das nicht auch in Ägypten und vor allen in Libyen der Fall. Da hat die "Weltgemeinschaft" Islamisten und Terroristen an die Macht gebombt. Wenn die "Weltgemeinschaft" wieder in Syrien so handelt, dann haben die wirklich nicht gelernt, mit zwei Ausnahmen. Russland und China.

    Ist sich Westerwelle & Co. eigentlicht darüber im klaren was da unterstützt wird? In Syrien leben mehr als 10% Christen. Auch die Drüsen und andere Religionsgemeinschaften nicht sunnitischer Glaubensrichtung geniessen z.Z. unter Assad eine Religionsfreiheit die es in anderen arabischen Länder nicht gibt.

    Über das was die Gesetzgebung in Russland im Hinblick auf Homos und Lesben macht, darüber ereifert man sich hier. Weiss Westerwelle nicht was mit Homos, weniger mit Lesben, in der arabischen Welt gemacht wird. Da ist Russlands Gesetzgebung ein nichts gegen.

    Ich kann es einfach nicht verstehen wie ein solcher Typ der die Terroristen in Syrien vertritt überhaupt ein Visa für Deutschland bekommen kann.

  • Feuer frei aus Washington
    USA geben Israel grünes Licht für weitere Luftangriffe auf Syrien
    ...Focus

  • „Wir würden darum bitten, dass sie die (syrischen) Kampfflugzeuge elektronisch stören. Und wenn das nicht funktioniert, dann würde ich darum bitten, die Flugzeuge und die Waffen der syrischen Armee zu zerstören.“
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    O-Ha ... Israel hat gerade erst einen Waffenkonvoi der für die Hamas/Hisbollah bestimmt war und der gegen Israel verwendet werden sollte "gesichert" sehen sie sich das Echo in der Internationalen Presse an .
    Dabei wurde sehr genau selektiert und keine anderen Einrichtungen des Staates Syrien angegriffen . Stellen sie sich nun ein "Flächenbombardement " Syrischer Militäreinrichtungen vor .
    Das ist nicht zu verantworten und Syrien würde hier sicher nicht allein reagieren , Iran und natürlich Russland stehen hinter Syrien .
    Auch wenn Iran die A-Bombe noch nicht haben sollte , Russland hat sie und sie haben eine weitaus niedrigere Hemmschwelle sie Einzusetzen .

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