Drastisch gekürzt
US-Regierung streicht Klimabericht zusammen

Ein Bericht über die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels ist von der US-Regierung nur in stark abgeschwächter Form veröffentlicht worden. Normale Redaktionsarbeit, so die Regierung - doch die betroffenen Klimaexperten wundern sich.

HB WASHINGTON. Die US-Regierung hat einen Expertenbericht zu den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels drastisch gekürzt und abgeschwächt. So wurden vor der Anhörung von Julie Gerberding am Dienstag im Senat konkrete Informationen über mögliche Krankheiten aus dem Dokument gestrichen, wie aus unterrichteten Kreisen in Washington verlautete.

Es ist üblich, dass das Weiße Haus die vorbereiteten Dokumente für Anhörungen im Kongress redigiert. Dass der Bericht der Direktorin des Zentrums für Seuchenkontrolle und Vorbeugung (CDC) von 16 auf 4 Seiten gekürzt worden sei, habe jedoch Erstaunen hervorgerufen, verlautete aus Kreisen der Behörden.

Die am Dienstag schließlich im Umweltausschuss des Senats vorgetragene Version hatte dann einen Umfang von sechs Seiten. Gestrichen wurde unter anderem die Information zur Zahl der Personen, bei denen mit gesundheitlichen Problemen aufgrund des Klimawandels gerechnet werden muss.

Bei der Befragung durch die Abgeordneten nannte Gerberding zwar zusätzlichen Informationen, nannte aber keine konkreten Detwails etwa zur Art der Gesundheitsrisiken. Die CDC-Direktorin sagte, es sei damit zu rechnen, dass der Klimawandel „eine große Bandbreite von Wirkungen auf die Gesundheit der Amerikaner haben werde“.

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