Drei Fragen an
„Das Programm muss umgesetzt werden“

Günter Zorn, Präsident der Deutschen Handelskammer in Japan, setzt auf das Wirtschaftsprogramm der Demokratischen Partei Japans. Es enthalte eine starke Förderung des Mittelstands und Maßnahmen zur Ankurbelung der Binnennachfrage.

Herr Zorn, was erhofft sich die deutsche Wirtschaft vom neuen japanischen Premier?

Wir wünschen uns, dass das Wahlprogramm der DPJ nicht nur auf dem Papier stehen bleibt. Es enthält interessante Details wie eine stärkere Mittelstandsförderung oder einen Fokus auf die Binnennachfrage. Das könnte als Rückkehr zu einer japanischen Version der Sozialen Marktwirtschaft gedeutet werden. Das Programm könnte so zu nachhaltigem Wachstum führen.

Die DPJ hat die Förderung des Konsums angekündigt. Eröffnet das Marktchancen?

In der Tat profitieren viele deutsche Unternehmen von einer starken Binnennachfrage in Japan. Sollte das DPJ-Programm erfolgreich sein, ergeben sich daraus sehr gute Chancen für unsere Unternehmen, von denen einige zuletzt schon Rückzugsgedanken hatten. Die Senkung der Unternehmensteuern von 18 auf elf Prozent könnte das Wachstum fördern.

Welche weiteren Auswirkungen erwarten Sie für die Wirtschaft?

Den Schlüssel für Japans zukünftige wirtschaftliche Position im Weltorchester sehe ich in der Absicht, eine führende Rolle bei Zukunftstechnologien einzunehmen. Japan entwickelt Produkte und Dienstleistungen auf höchstem Niveau. Das gilt auch für die Bereiche Umweltschutz, regenerierbare Brennstoffe und alternative Energieerzeugung. Die japanische Regierung wird diese Projekte wahrscheinlich auch weiterhin stark finanziell unterstützen. Hier könnten deutsche Unternehmen kooperieren und gemeinsam eine dominierende Position aufbauen.

Die Fragen stellte F. Mayer-Kuckuk.

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