Drei Szenarien – ein Problem
Entwicklung des Energiebedarfs

Die Experten der Internationalen Energieagentur (IEA) haben drei Szenarien entwickelt, wie sich der Energiebedarf der Welt entwickeln könnte.

Das Referenzszenario: Die Regierungen halten an ihrer derzeitigen Politik fest, und die Förderländer investieren kräftig. 2030 läge der Energiebedarf um 50 Prozent höher als heute und der Anteil des Nahen Ostens und Nordafrikas steigt an der Versorgung drastisch an. Die Nachhaltigkeit des Weltenergiesystems wäre in Frage gestellt, weil auch die CO2-Emissionen weiter stark zunehmen. Der Ölpreis liegt 2030 nominal bei rund 65 Dollar für das Barrel.

Das Krisenszenario: Wenn die Förderländer im Nahen Osten und Nordafrika ihre Investitionen in den Energiesektor nicht weiter ausbauen, droht eine Krise in der Energieversorgung. Der Ölpreis liegt 2030 um ein Drittel höher als im Referenzszenario. Mit der Unsicherheit bei der Versorgung schwanken die Energiemärkte stark. Wegen der hohen Preise leidet die Nachfrage und damit sinken die Einnahmen der Öl und Gas exportierenden Länder.

Das alternative Szenario: Die IEA unterstellt, dass die Verbraucherländer einschneidende Maßnahmen einleiten – die Abkehr von fossilen Brennstoffen. Der Energieverbrauch liegt zehn Prozent unter dem Referenzszenario. Die Ölländer erzielen weniger Einnahmen aus dem Export. Der Einbruch ist aber weniger stark als im Krisenszenario. Im Vergleich zum Referenzmodell liegt der CO2–Ausstoß 16 Prozent niedriger.

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