Drei Tote bei Kaperversuch
Wieder Schiff in Kuba entführt

Die Entführung einer kubanischen Fähre durch mutmaßliche Dissidenten und eine vereitelte Kaperung mit drei Toten haben für neue Spannungen zwischen Kuba und den USA gesorgt. Das Innenministerium in Havanna machte am Dienstag (Ortszeit) Washington für beide Fälle verantwortlich.

HB/dpa HAVANNA. Unbekannte Täter brachten eine staatliche Fähre in Camagüey, 530 Kilometer östlich von Havanna, in ihre Gewalt. Sie sei in die Gewässer der Bahamas dirigiert worden, teilte das Innenministerium mit. Eine Erstürmung des Schiffs auf hoher See schloss Havanna aus, um keine Menschenleben zu riskieren. Auch die Küstenwache der USA wolle nicht eingreifen, hieß es in Havanna.

Der Versuch, ein Fischereifahrzeug zu kapern, wurde nach Angaben der kubanischen Behörden am Vortag im Hafen La Coloma im Nordwesten der Insel vereitelt. Dabei seien drei mutmaßliche Entführer getötet und ein zehnjähriger Junge schwer verletzt worden.

Kuba argumentiert, die USA förderten solche Zwischenfälle indirekt durch ihre Gesetze, die Kuba-Flüchtlingen Asyl und sofortiges Arbeitsrecht geben. In den vergangenen Monaten haben kubanische Dissidenten wiederholt Schiffe oder Flugzeuge entführt.

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