Drei Verdächtige konnten fliehen
Jakarta: Festnahmen nach Bombenanschlag

Die indonesische Polizei hat mehrere Verdächtige festgenommen, die möglicherweise in die blutigen Autobombenanschlag auf die australische Botschaft in Jakarta verwickelt sind. Der Anschlag ereignete sich vor einer Woche.

HB JAKARTA. In Ostjava wurde nach Behördenangaben vom Donnerstag ein Ehepaar im Zusammenhang mit der Tat festgenommen. Auch in Zentraljava gab es nach den Worten des indonesischen Polizeichefs Da'i Bachtiar Festnahmen. Einzelheiten dazu nannte er aber nicht. Bei dem Anschlag waren am Donnerstag voriger Woche 9 Menschen getötet und rund 180 verletzt worden.

Während der Festnahme des Ehepaars hätten drei weitere Verdächtige fliehen können, sagte ein Polizeisprecher weiter. Es seien eine Reihe von Dokumenten sichergestellt worden.

Indonesien und Australien vermuten die radikalislamische Gruppe Jemaah Islamiyah hinter der Bluttat, die nach Einschätzung der Ermittler von einem Selbstmordkommando verübt wurde. Die indonesische Polizei veröffentliche am Donnerstag Fahndungsfotos von zehn Verdächtigen, die möglicherweise hinter den Anschlägen auf die Botschaft, auf ein Luxushotel in Jakarta im August 2003 mit 13 Toten und auf der Ferieninsel Bali im Oktober vor zwei Jahren mit 202 Toten stecken. Unter ihnen sind auch die flüchtigen malaysischen Bombenbauexperten Azahari Husin und Noordin Moh Top, die als Drahtzieher des Attentats auf die Botschaft vermutet werden.

Ein Gericht in Jakarta verurteilte unterdessen am Donnerstag einen Mittäter des Anschlages auf das Marriott-Hotel zu 12 Jahren Haft. Es sei erwiesen, dass der Mann an der Planung der Tat beteiligt gewesen sei, sagte der Vorsitzende Richter. Erst Anfang des Monats war ein anderer Planer des Anschlags zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Im Zusammenhang mit der Bluttat waren rund 20 Verdächtige festgenommen worden.

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