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Dreifachsieg für Santorum: „Der Konservativismus lebt und ist guter Dinge“

Es war ein großer Abend für Rick Santorum. Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner gewann der religiöse Außenseiter Santorum gleich in drei US-Bundesstaaten. Die Konservativen wittern ihre Chance.

Washington/MinneapolisEin sensationeller Dreifachsieg von Rick Santorum bei den Vorwahlen hat das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner in den USA wieder spannend gemacht. Der Außenseiter gewann am Dienstag in den Bundesstaaten Minnesota, Colorado und Missouri, dort war das Ergebnis allerdings nicht bindend, die Delegierten für den Parteitag der Republikaner werden erst im kommenden Monat bei einem sogenannten Caucus bestimmt.

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„Der Konservativismus lebt und ist guter Dinge in Missouri und Minnesota“, rief Santorum seinen Anhängern zu. Der zuletzt haushohe Favorit Mitt Romney hat damit plötzlich wieder unerwartet kräftigen Gegenwind.

In Colorado erklärte der örtliche Parteivorsitzende Ryan Call Santorum zum Sieger der Vorwahlen. Nach der Auszählung von 79 Prozent der Wahlbezirke lag der ultrakonservative Kandidat mit 38 Prozent der Stimmen knapp vor Romney mit 35 Prozent.

Nach der Auszählung von 83 Prozent der Wahlbezirke in Minnesota erhielt Santorum 45 Prozent der Stimmen, der texanische Abgeordnete Ron Paul 27 Prozent, Romney 17 Prozent und der ehemalige Präsident des US-Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, elf Prozent.

In Missouri konnte Santorum sogar 55 Prozent der Stimmen für sich verbuchen. Romney kam hier auf gut 23 Prozent und Ron Paul auf über zwölf Prozent. Gingrich stand nicht auf den Wahlzetteln. Die Abstimmung in diesem Staat hatte lediglich symbolischen Charakter, weil dort erst im März verbindlich gewählt wird.

US-Wahl 2012

„Meine Damen und Herren, ich stehe hier nicht und beanspruche, die konservative Alternative zu Mitt Romney zu sein. Ich stehe hier, um die konservative Alternative zu Barack Obama zu sein“, sagte der Ex-Senator bei seiner Siegesrede in Saint Charles in Minnesota. Romney vertrete im Kern die gleichen Positionen wie der Demokrat im Weißen Haus, kritisierte Santorum, der den Präsidenten scharf angriff: „Er hat niemals auf die Stimmen des Volkes gehört. Er denkt, er ist schlauer als Ihr, besser als Ihr“.

Mit seinem Aufbäumen am Dienstag könnte Santorum den Kampf um die Kandidatur gehörig durcheinanderwirbeln. Zwar ist der Ausgang aller drei Vorwahlen nicht bindend für die Verteilung der Delegiertenstimmen. Doch mit seinen drei Siegen hat Santorum Newt Gingrich den Rang als aussichtsreichster Romney-Rivale streitig gemacht. Sehr konservative Republikaner beäugen Romney, den ehemaligen Gouverneur von Massachusetts, nach wie vor mit Argwohn, weil er früher moderate Ansichten zu Abtreibung und Homosexuellenrechten vertrat. Santorum präsentiert sich dagegen als Hardliner.

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Santorum hatte bislang nur die erste Vorwahl Anfang Januar in Iowa mit hauchdünnem Vorsprung gewonnen und danach stets eher schwach abgeschnitten. Romney dagegen hatte zuletzt seinen Favoritenstatus mit klaren Siegen in New Hampshire, Nevada und Florida festigen können. Er gratulierte Santorum zu seinem großen Erfolg, gab sich aber weiter zuversichtlich, Präsidentschaftskandidat zu werden.

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