Dritter Tag der Kämpfe in Kundus
Regierungstruppen melden dutzende tote Taliban

Afghanische Regierungstruppen vermelden Erfolge im Kampf gegen die radikalislamischen Taliban in der Provinzhauptstadt Kundus. Dutzende Taliban seien getötet worden. Doch auch zivile Opfer sind zu beklagen.

KabulDer Kampf gegen die radikalislamischen Taliban in der nordafghanischen Provinzhauptstadt Kundus ist auch am dritten Tag nach Beginn des Angriffs fortgesetzt worden. In der Nacht hätten Spezialkräfte Talibankämpfer aus ihren Verstecken in Privathäusern vertrieben, sagte Gouverneurssprecher Hamdullah Danisch am Mittwochmorgen. Dabei seien viele Taliban getötet worden.

Die Innenstadt sei gesichert, sagte er weiter. Ein Ring von Polizeiposten sei eingerichtet worden, um das weitere Eindringen von Kämpfern zu verhindern. Derzeit gebe es außerhalb der Stadtgrenze Gefechte in zwei Gegenden.

Ein Provinzratsmitglied sagte allerdings, Anwohner hätten auch im Zentrum noch einige Talibankämpfer gesichtet. Sicherheitskreisen zufolge sollen es ursprünglich 100 bis 110 Angreifer gewesen sein. Nach Regierungsangaben sollen Dutzende getötet worden sein. Die Taliban bestreiten das.

Nach Angaben des Leiters der Gesundheitsbehörde der Provinz, Saad Mukhtar, sind seit Beginn der Gefechte zwei tote und 71 verletzte Zivilisten in den Kliniken der Stadt eingeliefert worden, unter ihnen Frauen und Kinder. Die meisten hätten Schusswunden.

Der Angriff hatte in der Nacht auf Montag begonnen, fast genau ein Jahr, nachdem die Taliban die Provinzhauptstadt zum ersten Mal erobert hatten und einen Tag vor Beginn einer internationalen Geberkonferenz für Afghanistan am Dienstag und Mittwoch in Brüssel.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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