Drogenbekämpfung
60 Tote bei US-Militäreinsatz in Afghanistan

Bei einem mehrtägigen Einsatz gegen den Drogenhandel im Süden Afghanistans haben amerikanische und einheimische Sicherheitskräfte nach US-Angaben 60 gegnerische Kämpfer getötet. Das Militär habe dabei die größte Rauschgiftmenge in der Geschichte des Landes sichergestellt.

HB KABUL. Mindestens 29 seien bei Luftangriffen auf Gebäude ums Leben gekommen, teilten die US-Streitkräfte am Samstag weiter mit. In den aus der Luft angegriffenen Häusern seien Drogen hergestellt und Angriffe auf ausländische Soldaten geplant worden. Die Sicherheitskräfte hätten bei den Kämpfen um die Kontrolle über einen Basar in Mardscheh in der Provinz Helmand die bislang größte Rauschgiftmenge in der Geschichte des Landes sichergestellt. Darunter seien 75 Tonnen Mohnsaat und 17 Tonnen Morphium, Opium und Heroin gewesen.

Der Rauschgifthandel stellt eine der wichtigsten Einnahmequellen für die erstarkten radikal-islamischen Taliban dar. Dadurch fließen ihnen nach Schätzungen des US-Militärs jährlich 80 bis 400 Mio. Dollar in die Kasse. Aus Afghanistan stammen mehr als 90 Prozent der weltweiten Opiumproduktion, der größte Teil wird in den Taliban-Hochburgen im Süden des Landes hergestellt.

Bei den Kämpfen um den Basar brachten die Sicherheitskräfte nach den US-Angaben Zivilisten in Sicherheit. Ein unbewaffnetes Flugzeug überwache das Gebiet, um Versuche der Taliban aufzuzeichnen, durch Manipulationen am Boden Soldaten den Tod von Zivilsten anzulasten. Die hohe Zahl ziviler Opfer bei alliierten Luftangriffen hat wiederholt zu Streit zwischen der afghanischen Regierung und den ausländischen Truppen geführt.

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