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Drohung gegen USA: Nordkorea versetzt Truppen in Kampfbereitschaft

Nordkorea verschärft das Säbelrasseln. Die gesamte Artillerie sei kampfbereit und auf US-Militärstützpunkte gerichtet. China zeigte sich zunehmend besorgt und forderte Kim Jong-un auf, die Kriegsrhetorik zu beenden.

SeoulIm Konflikt um seine Waffenprogramme provoziert das kommunistische Nordkorea die USA mit neuen Atomkriegsdrohungen. Sämtliche Feldartillerieverbände - inklusive der strategischen Raketeneinheiten - würden ab sofort in „Gefechtsbereitschaft“ der höchsten Stufe versetzt, hieß es am Dienstag in einer von den Staatsmedien verbreiteten Erklärung des obersten Truppenkommandos. In der englischen Version der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA war von „höchster Alarmbereitschaft“ die Rede.

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Die Verbände seien dazu bestimmt, Militärschläge auf Truppenstützpunkte auf dem US-Festland, auf Hawaii, Guam und in anderen Gebieten im Pazifik sowie auf feindliche Ziele in Südkorea auszuführen, hieß es. „Wir werden mit praktischen militärischen Maßnahmen den festen Willen der Armee und der Bevölkerung der Volksrepublik demonstrieren, die Souveränität und Würde der obersten Führung des Landes zu verteidigen.“

Chronologie: Nordkorea und seine Atombomben

  • 1989

    Ein US-Spionagesatellit macht erste Aufnahmen der nordkoreanischen Atomanlage Yongbyon.

  • 1994

    Pjöngjang legt den Atomreaktor im Rahmen eines Abkommens mit den USA still und erhält dafür Zusagen für den Bau zweier Leichtwasserreaktoren.

  • 1998

    Abschuss einer nordkoreanischen Langstreckenrakete vom Typ Taepodong-1.

  • 2002

    US-Präsident George W. Bush erklärt Nordkorea im Januar zu einem Teil der "Achse des Bösen". Im Dezember reaktiviert Pjöngjang den Atomreaktor Yongbyon und weist Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) aus.

  • 2003

    Nordkorea kündigt im Januar den Atomwaffensperrvertrag auf. Im August beginnen Sechs-Nationen-Gespräche zur Beendigung des nordkoreanischen Atomprogramms mit Nord- und Südkorea, China, USA, Japan und Russland.

  • 2005

    Nordkorea gibt im Februar bekannt, Atomwaffen zur Selbstverteidigung hergestellt zu haben.

  • 2006

    Nordkorea nimmt am 9. Oktober den ersten Atombomben-Test vor. Der UN-Sicherheitsrat beschließt Sanktionen.

  • 2007

    Nordkorea erklärt sich im Februar bereit, die Anlage in Yongbyon abzuschalten und Atominspektoren wieder ins Land zu lassen. Im Juli erklärt die IAEA, Yongbyon sei geschlossen.

  • 2009

    Im April startet Nordkorea eine Langstreckenrakete mit tausenden Kilometern Reichweite. Die Regierung in Pjöngjang zieht sich aus den Sechs-Parteien-Gesprächen zurück und kündigt die Wiederaufnahme des Atomprogramms an. Am 24. Mai nimmt Nordkorea einen zweiten Atombombentest vor. Am 12. Juni werden die UN-Sanktionen verschärft.

  • 2011

    Nach dem Tod des langjährigen nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il am 17. Dezember kommt sein jüngster Sohn Kim Jong Un an die Macht.

  • 2012

    Nach einem fehlgeschlagenen Test der Rakete Unha-3 im April gelingt ein zweiter Abschuss des Raketentyps im Dezember.

  • 2013

    Der UN-Sicherheitsrat verschärft am 22. Januar die Sanktionen erneut, zwei Tage später kündigt die Führung in Pjöngjang einen neuen Atomtest an. Am 12. Februar vollzieht Nordkorea nach eigenen Angaben "erfolgreich" einen unterirdischen Atomtest.

Die Absicht der Anordnung der Kampfbereitschaft war unklar. Es habe zunächst keine ungewöhnlichen Truppenbewegungen oder Aktionen im Nachbarland gegeben, erklärte das Verteidigungsministerium in Seoul. Der Befehl scheine dem Zweck zu dienen, „eine kriegsähnliche Situation zu schaffen, um die Nordkoreaner zu einen, obwohl das auch in reale Provokationen münden könnte“, zitierte die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap einen hochrangigen Beamten des Ministeriums.

China forderte seinen engen Verbündeten Nordkorea umgehend zur Zurückhaltung auf. Die Führung in Peking hoffe, dass sich alle beteiligten Seiten mäßigten, sagte ein Sprecher des Außenministeriums.

Nordkorea Der Knaben-Diktator

  • Nordkorea: Der Knaben-Diktator
  • Nordkorea: Der Knaben-Diktator
  • Nordkorea: Der Knaben-Diktator
  • Nordkorea: Der Knaben-Diktator

Den USA wurde in der Erklärung aus Pjöngjang erneut die Vorbereitung eines Atomkriegs unterstellt. Nordkorea fühlt sich durch jährliche südkoreanisch-amerikanische Militärübungen provoziert. In der Erklärung bezog sich das Truppenkommando erneut auf Übungsflüge von B-52-Langstreckenbombern der US-Streitkräfte über Südkorea.

  • 26.03.2013, 13:25 UhrKommissar

    Das nordkoreanische Volk kann einem nur leid tun...

    Wenn man sowas liest, wird man nachdenklich, wenn gleichzeitig in Deutschland darüber gestritten wird, ob man in Kneipen noch Rauchen darf...

  • 26.03.2013, 12:30 UhrHarlemjump


    Nordkorea kann nicht angreifen, solange Kim Jong Un mit dem einzigen Fernglas über die Grenze schaut.

  • 26.03.2013, 12:03 UhrBuerge-r

    Ich vermute, dass China in Nordkorea einmarschieren wird wenn Kim durchdreht. Ihre Pufferzone werden sie sich durch einen an Realitätsverlust leidenden nicht kaputt machen lassen. Das wird auch Kim wissen. Vielleicht ist es das letzte was ihn vom äußersten abhält.

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