Drohung gegen USA: Nordkorea versetzt Truppen in Kampfbereitschaft

Drohung gegen USANordkorea versetzt Truppen in Kampfbereitschaft

Nordkorea verschärft das Säbelrasseln. Die gesamte Artillerie sei kampfbereit und auf US-Militärstützpunkte gerichtet. China zeigte sich zunehmend besorgt und forderte Kim Jong-un auf, die Kriegsrhetorik zu beenden.
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SeoulIm Konflikt um seine Waffenprogramme provoziert das kommunistische Nordkorea die USA mit neuen Atomkriegsdrohungen. Sämtliche Feldartillerieverbände - inklusive der strategischen Raketeneinheiten - würden ab sofort in „Gefechtsbereitschaft“ der höchsten Stufe versetzt, hieß es am Dienstag in einer von den Staatsmedien verbreiteten Erklärung des obersten Truppenkommandos. In der englischen Version der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA war von „höchster Alarmbereitschaft“ die Rede.

Die Verbände seien dazu bestimmt, Militärschläge auf Truppenstützpunkte auf dem US-Festland, auf Hawaii, Guam und in anderen Gebieten im Pazifik sowie auf feindliche Ziele in Südkorea auszuführen, hieß es. „Wir werden mit praktischen militärischen Maßnahmen den festen Willen der Armee und der Bevölkerung der Volksrepublik demonstrieren, die Souveränität und Würde der obersten Führung des Landes zu verteidigen.“

Die Absicht der Anordnung der Kampfbereitschaft war unklar. Es habe zunächst keine ungewöhnlichen Truppenbewegungen oder Aktionen im Nachbarland gegeben, erklärte das Verteidigungsministerium in Seoul. Der Befehl scheine dem Zweck zu dienen, „eine kriegsähnliche Situation zu schaffen, um die Nordkoreaner zu einen, obwohl das auch in reale Provokationen münden könnte“, zitierte die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap einen hochrangigen Beamten des Ministeriums.

China forderte seinen engen Verbündeten Nordkorea umgehend zur Zurückhaltung auf. Die Führung in Peking hoffe, dass sich alle beteiligten Seiten mäßigten, sagte ein Sprecher des Außenministeriums.

Den USA wurde in der Erklärung aus Pjöngjang erneut die Vorbereitung eines Atomkriegs unterstellt. Nordkorea fühlt sich durch jährliche südkoreanisch-amerikanische Militärübungen provoziert. In der Erklärung bezog sich das Truppenkommando erneut auf Übungsflüge von B-52-Langstreckenbombern der US-Streitkräfte über Südkorea.

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Keine Kapazitäten für Atomangriff

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  • Das nordkoreanische Volk kann einem nur leid tun...

    Wenn man sowas liest, wird man nachdenklich, wenn gleichzeitig in Deutschland darüber gestritten wird, ob man in Kneipen noch Rauchen darf...


  • Nordkorea kann nicht angreifen, solange Kim Jong Un mit dem einzigen Fernglas über die Grenze schaut.

  • Ich vermute, dass China in Nordkorea einmarschieren wird wenn Kim durchdreht. Ihre Pufferzone werden sie sich durch einen an Realitätsverlust leidenden nicht kaputt machen lassen. Das wird auch Kim wissen. Vielleicht ist es das letzte was ihn vom äußersten abhält.

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