Drolliges Euroland
Bulgarien besteht auf eigener Aussprache von „Euro“

Als einziges EU-Mitglied besteht Bulgarien auf einer eigenwilligen Aussprache der Gemeinschaftswährung Euro - und droht damit, das völlig unbeteiligte Montenegro in den Streit mit Brüssel hineinzuziehen.

HB BRÜSSEL. Nach dem in Bulgarien verwendeten kyrillischen Alphabet wird Euro „Ebro“ geschrieben und „Evro“ ausgesprochen. Um diese Ausnahme beibehalten zu können, will die Regierung in Sofia notfalls das geplante Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit Montenegro blockieren, das am Montag unterzeichnet werden soll.

Die Vereinbarung, die Montenegro einen Schritt näher an die EU heranbringen soll, ist die erste, die das Neumitglied Bulgarien mit einem Veto verhindern kann. Portugal, das derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, warnte Bulgarien vor einem solchen Schritt. Montenegro dürfe in dem Fall nicht „als Geisel genommen“ werden, erklärte er portugiesische EU-Botschafter Alvaro Mendonca e Moura am Freitag. Bulgarien ist der Europäischen Union am 1. Januar beigetreten. Mitglied der Eurozone ist das Land noch nicht.

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