Druckmittel im Atomstreit
Iran droht Ölhahn zuzudrehen

Der Iran bleibt im Atomstreit hart. Im Notfall wolle man sogar Ölreserven als Druckmittel einzusetzen, heißt es aus Teheran. Nach Ansicht eines engen Beraters von Palästinenser-Präsident Abbas hat der Iran obendrein die radikal-islamische Hamas im Gazastreifen „aufgehetzt“.

HB TEHERAN. „Wenn die Amerikaner sagen, dass sie einen Militäreinsatz im Zusammenhang mit dem Atomstreit nicht ausschließen, dann hat auch der Iran das Recht, Öl als Instrument in Betracht zu ziehen“, zitiert die Zeitung „Schark“ am Dienstag den iranischen Opec-Gouverneur Hossein Kasempur Ardebili.

Der Iran weigert sich nach wie vor, seine Urananreicherung zu stoppen. Die Regierung in Washington will eine diplomatische Lösung des Konflikts, hat aber auch ein militärisches Eingreifen nicht ausgeschlossen. Die internationale Staatengemeinschaft vermutet, dass das Land nach Atomwaffen strebt. Der Iran bestreitet dies.

Noch weniger Kooperation mit IAEO

Die Zusammenarbeit mit der Wiener Atombehörde IAEO will die iranische Führung außerdem weiter einschränken, falls der Uno-Sicherheitsrat neue Sanktionen gegen Teheran beschließt. „Jede Aktion hat eine Reaktion“, warnte der iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen in Wien, Ali Asgar Soltanieh, bereits am Donnerstag in Wien. Gleichzeitig warf er der Europäischen Union vor, durch die Unterstützung von Sanktionen gegen den Iran „ein Vertrauensdefizit geschaffen“ zu haben. Soltanieh meinte, der Iran sei jetzt „ein Meister der Urananreicherung“. Deshalb entbehre die Forderung des Sicherheitsrats nach einer Aussetzung des iranischen Atomprogramms „jeder technischen und rechtlichen Grundlage“.

Der Iran hatte die Zusammenarbeit mit der Wiener Atombehörde in den vergangenen Monaten bereits stark eingeschränkt. Dadurch, so hatte IAEO-Chef Mohammed el Baradei in seinem jüngsten Iran-Bericht geklagt, habe die Kenntnis der Organisation über das iranische Atomprogramm in den vergangenen Monaten nachgelassen.

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