Dschihadisten
Verbände fordern Freilassung von 130 verschleppten Schülern

Freiheit für die Kinder: Dafür setzen sich die Unicef und HRW ein und fordern Dschihadisten zu Freilassung der über 100 Schülern auf. Sie wurden vor einem Monat in Syrien verschleppt. Einige von ihnen konnten fliehen.
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BeirutDas UN-Kinderhilfswerk Unicef und die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) haben die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) aufgerufen, etwa 130 vor einem Monat in Syrien verschleppte Kinder freizulassen. Kinder in einem bewaffneten Konflikt als Geiseln zu nehmen, sie zu benutzen und zu rekrutieren, sei ein Kriegsverbrechen, erklärte HRW am Dienstag in New York.

Unicef teilte mit, es verfolge das Schicksal der zwischen 14 und 16 Jahre alten kurdischen Schüler mit „großer Sorge“. Ihre Entführung stelle einen „schweren Verstoß gegen die Kinderrechte“ dar, die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

Die sunnitischen Kämpfer der Gruppe, die zu diesem Zeitpunkt noch Islamischer Staat im Irak und in Großsyrien (Isis) hieß, hatten Ende Mai 153 Schüler entführt, darunter zehn Mädchen. Sie kamen aus der nordsyrischen Stadt Aleppo und fuhren mit dem Bus nach Ain al-Arab in der Provinz Aleppo, als sie in der von den Dschihadisten kontrollierten Stadt Menbedsch angehalten wurden. Seither ließen die Entführer etwa 15 Kinder frei, darunter die Mädchen, wie die der syrischen Opposition nahestehende Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Fünf Kinder konnten demnach fliehen.

Zwei der geflohenen Schüler hätten berichtet, dass die Dschihadisten die Kinder gezwungen hätten, die Scharia und die dschihadistische Ideologie zu lernen, erklärte HRW. Ein entkommener Schüler habe gesagt, dass die Kämpfer Kinder schlugen, die „sich schlecht verhielten“. Einige Eltern wurden demnach regelmäßig von ihren Kindern angerufen, andere haben keinerlei Lebenszeichen von ihren verschwundenen Kindern. Sie lebten in der Angst, dass ihre Jungen für den Kampf ausgebildet würden, hieß es.

Die sunnitische Dschihadistenorganisation hatte am Sonntag ein „Kalifat“ in Teilen des Iraks und Syriens als Kern eines Gottesstaates ausgerufen. Sie kämpft in Syrien auch gegen kurdische Gruppen und hat immer wieder kurdische Zivilisten als Geiseln genommen. Teilweise kamen sie im Austausch gegen gefangene Dschihadisten wieder frei.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Es gibt in vielen islamischen Gesellschaften islamistische Gruppen, auch wenn sich die Motive unterscheiden. Ebenso gibt es viele Staaten mit dem diskriminierenden Sharia-Recht. Nur, dass dies irgendwie mit den grundsätzlichen Lehren der islamischen Religion zu tun hat, das möchte sich der Westen nicht eingestehen. Eine kurzsichtige Appeasementstrategie, wie ich finde.

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