Dumawahl
Die wichtigsten Parteien

Die Kremlpartei Einiges Russland dominiert das politische Geschehen in der Duma. Selbst die Kommunisten gelten mittlerweile als „handzahme“ Opposition. Die wichtigsten der elf zugelassenen Parteien im Überblick.

Einiges Russland: Die Funktionärs-Partei mit Ministern, Staatsbeamten und Unternehmern hat die Aufgabe, den Verbleib von Präsident Wladimir Putin an der Macht zu sichern. Mit Putin als Spitzenkandidat rechnet man wieder mit einer Zweidrittel-Mehrheit. Die Partei mit einem Eisbären im Wappen vertritt die Interessen der Bürokratie. Einiges Russland war 2001 gegründet worden, um die Kommunisten als stärkste Kraft abzulösen. Prognose: 50-60 Prozent.

Die Kommunistische Partei Der Russischen Föderation (KPRF) stellte bisher die zweitstärkste Duma-Fraktion. Unter dem langgedienten Parteichef Gennadi Sjuganow tritt die KPRF für Staatskontrolle über die Wirtschaft und für die Wiederherstellung der Sowjetunion ein. Die von Rentnern bevorzugte Partei leidet unter Wählerschwund. Die Zeit des Schlagabtauschs mit dem Kreml ist vorbei. Die Kommunisten unterstützen Putin in zentralen Fragen. Prognose: 7-10 Prozent.

Nationalisten: Entgegen ihrem Namen ist die von Wladimir Schirinowski gegründete Liberaldemokratische Partei (LDPR) eine rechtspopulistische Partei. Trotz aller Verbalprovokationen ist sie ein verlässlicher Partner des Kremls, der rechtsgerichtete Protestwähler anzieht. Neben Schirinowski tritt der höchst umstrittene Andrej Lugowoi als Spitzenkandidat an. Großbritannien verdächtigt Lugowoi, im Vorjahr den Kremlkritiker Alexander Litwinenko in London vergiftet zu haben. Prognose: 5-7 Prozent

Gerechtes Russland: Die linksorientierte Partei wurde auf Anweisung des Kremls 2006 gegründet, um die „Konkurrenz innerhalb des Systems“ zu beleben. Parteichef Sergej Mironow, Vorsitzender des Föderationsrates, trat im Wahlkampf für eine dritte Amtszeit Putins ein. Prognose: knapp fünf Prozent



Prowestliche Opposition

: Die Parteien SPS und Jabloko haben auch zu dieser Dumawahl keinen Zusammenschluss zustande gebracht. Den beiden liberalen Kräften gelingt es immer weniger, politisch Einfluss zu nehmen. Prognose: je 1 Prozent. Das Oppositionsbündnis Das andere Russland um den früheren Schachweltmeister Garri Kasparow darf nicht teilnehmen, da das neue Wahlgesetz Bündnisse ausschließt.

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