Durban
Klimagipfel im Chaos

Der Klimagipfel in Durban droht im Chaos zu enden. Nachdem die Klima-Konferenz um einen Tag verlängert wurde, verhandeln etliche Delegationen auf „gepackten Koffern“. Die Bedingungen für einen Abschluss sind schwierig.
  • 5

DurbanDie Abschlussverhandlungen beim UN-Klimagipfel im südafrikanischen Durban gestalten sich zunehmend chaotisch. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) meinte am frühen Samstag, eine Lösung sei noch möglich, doch die Bedingungen würden immer schwieriger. Viele Delegationen müssen eigentlich am Samstag abreisen und hatten nicht mit der Verlängerung der Konferenz gerechnet. „Wir sind sehr, sehr spät dran“, betonte er.

Wegen fehlender Entwürfe für Abschlusserklärungen und des Streits, ob große Klimaverschmutzer einem Fahrplan für einen bis 2015 zu beschließenden Weltklimavertrag zustimmen können, verzögerten sich die Abschlusssitzungen im Plenum weiter. Eine Koordinierung der EU-Staaten wurde um eine Stunde verschoben. In der Nacht zu Samstag hatte auch die deutsche Delegation bis 5 Uhr morgens verhandelt.

Staaten wie Indien, China und die USA hätten an ihrer Position nichts geändert, sagte Röttgen. Sie würden weiter einem Ergebnis im Weg stehen, „das sich orientiert an dem Zwei-Grad-Ziel“, sagte Röttgen. Er forderte verbindliche Zusagen bei der Minderung von Treibhausgasen und klare Vereinbarungen, wie der Klimaschutz bis zum Abschluss eines globalen Abkommens weiter forciert werden kann.

Bei der Klima-Konferenz in Durban steht viel auf dem Spiel. Das Klimaprotokoll von Kyoto mit seinen festen Reduktionszielen für Treibhausgase endet 2012. Und die EU möchte einem Kyoto-Nachfolgevertrag nur eingehen, wenn sich auch große Verschmutzer wie die USA, China und Indien wenigstens dazu verpflichten, bis etwa 2015 rechtlich bindende Klimaschutzziele zu vereinbaren.

Seite 1:

Klimagipfel im Chaos

Seite 2:

Kommentare zu " Durban: Klimagipfel im Chaos"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Es gibt definitiv berechtigte Zweifel an der Weltuntergangsprophetie unserer Klima-Lobbyisten. Die Bandbreite dieser Zweifel ist derart umfangreich, dass an dieser Stelle unmöglich alles aufgezählt werden kann. Übertreibungen, Verdrehungen, weggelassene Wahrheiten bis hin zur systematischen Existenzzerstörung unbequemer Stimmen.

    Vor allen Dingen der letzte Punkt ist stets ein unzweifelhaftes Indiz, dass etwas nicht stimmt. Könnte man Kritiker inhaltlich widerlegen, so wären solche Methoden gar nicht notwendig. Die bewiesenen Tatsachen würden den Gegner automatisch diskreditieren. Statt dessen werden bspw. wissenschaftliche Zeitschriften von den Klimaforschungsinstituten systematisch vom Informationsfluss abgeschnitten, wenn diese es wagen, auch Artikel von "Klima-Kritikern" zu veröffentlichen. Die betroffenen Zeitschriften dürfen fortan die fehlenden Informationen in (klimatreuen) Konkurrenzpublikationen nachlesen. So etwas schadet massiv der eigenen Auflage.

    Hintergrund für solches Mobbing: Wer nicht in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlicht hat, gilt in akademischen Kreisen nicht als "peer reviewed". Das bedeutet, er ist de facto ein Amateur, selbst wenn er jahrelang seriös geforscht hat. So schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: Man diskreditiert Kritiker und verhindert die Verbreitung unerwünschter Informationen.

    Wer Interesse hat, sich all die großen und kleinen Unglaublichkeiten der Branche einmal in aller Ruhe zu Gemüte zu führen, der möge unbedingt bei Google "DIE WOLKENSCHIEBER" und "SPIEGEL" eingeben. Einer der besten und sachlichsten Artikel zu dem Thema. Das alte Klimakampfblatt SPIEGEL hat hier in einem Anfall von investigativem Journalismus eine wirklich erhellende Abendlektüre verfasst. Es lohnt sich...

  • Nach Kopenhagen und Cancún, folgt nun Durban. Insbesondere die Nord-Süd-Konliktlinie ist für das Scheitern verantwortlich: http://t.co/zB341wHe.

  • Die ziemlich abwegige Theorie des menschengemachten Klimawandels hat seinen Höhepunkt bereits mit der Klimakonferenz in Kopenhagen überschritten und wird irgendwann analog anderer ökoreligiöser Weltuntergangsszenarien, wie dem Waldsterben, sein Ende in den Archieven finden.

    In den USA wird der "Klimawandel" von einer Mehrheit der Abgeordneten als Humbug abgelehnt. Kanada ist aus diesem Grunde formal aus dem Kyoto Protokoll ausgetreten. Japan hat erklärt an einer Fortführung des Kyoto Protokolls nicht interessiert zu sein. China unterstützt den Klimawandel mit freundlich, unverbindlichen Erklärungen. Indiens Umweltminister warnt vor dem IPCC und dessen indischen Vorsitzenden (Interessenkonflikte, eine versteckte 2. Agenda. Andere Staaten, Russland, Saudi Arabien..., sind grundsätzlich ökoignorant. Die sog. "Entwicklungländer" versprechen sich vom Klimawandel eine von der EU zugesagte 2-stellige Milliardenspritze und eine Fortführung der Investitionen aus CDM Zertifikaten. Der Klimawandel wird weitgehend von Europa getragen.

    Insofern liegt es im Sinne des IPCC mit den Kernländern des ökologischen Glaubens eine Fortführung des Kyoto Protokolls und des damit verbundenen, für die Initiatoren hochprofitablen Geschäftsmodells der CDM Zertifikate zu erreichen und eine warme, unverbindliche Erklärung von den dieser Religion weniger zugeneigten Staaten zu erhalten.

    Vandale

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%