Durchbruch der Gespräche wird nicht erwartet
Nordkorea hält weiter an Atomprogramm fest

Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il in Peking empfangen. Die Hoffnungen der Diplomaten auf Fortschritte in den Beziehungen der beteiligten Länder waren allerdings vergebens - Nordkorea will an seinem Atomwaffenprogramm weiter festhalten und nannte die Forderungen Washingtons "lächerlich".

HB PEKING. Die USA hätten kein Recht, eine „unumkehrbare Beseitigung“ des Nuklearprogramms zu verlangen. Die Forderung sei „lächerlich“. Wenn Washington darauf beharre, gebe es keinen Grund, sich noch länger mit den USA abzugeben, zitierte Chinas Nachrichtenagentur Xinhua aus einem Bericht der Nordkoreanischen Staatsagentur KCNA.

Bei seinem dritten Besuch in China kommt Kim Jong Il erstmals mit der vor gut einem Jahr eingesetzten neuen chinesischen Führung zusammen. Zu Beginn seiner viertägigen Visite, die unter strenger Geheimhaltung stattfindet, empfing ihn Staats- und Parteichef Hu Jintao. Dabei sei es um das Nuklearprogramm und Pekings Hilfe für das unter Hunger leidende Land gegangen, berichtete Südkoreas Nachrichtenagentur Yonhap.

Zuletzt besuchte Kim Jong Il im Jahr 2001 China, das traditionell freundschaftliche Beziehungen zu Nordkorea pflegt. Ein Durchbruch für die Sechser-Gespräche unter Vermittlung Chinas mit Nordkorea, den USA, Südkorea, Japan und Russland wurde nicht erwartet. Nach zwei Runden ohne Fortschritte ist eine Fortsetzung vor Ende Juni vereinbart.

US-Vizepräsident Dick Cheney hatte vergangene Woche in Peking zur Eile gedrängt. China bemüht sich um eine baldige Wiederaufnahme der Gespräche, für die zunächst eine ständige Arbeitsgruppe zusammenkommen soll. Nordkorea hatte bei der Runde im Februar zumindest ein Einfrieren seines Atomprogramms im Gegenzug für wirtschaftliche und diplomatische Konzessionen angeboten. Kim Jong Il, der Flugzeuge meidet, war am Sonntag mit einer etwa 40-köpfigen Delegation in einem Sonderzug nach China gereist.

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