Dutzende Opfer
Blutiger Montag im Irak

Eine Serie von Bombenanschlägen und etliche erbitterte Gefechte haben am Montag im Irak mindestens 70 Menschen das Leben gekostet. Für die Hauptstadt Bagdad war es die größte Gewaltwelle seit Tagen.

HB BAGDAD/WASHINGTON. In der irakischen Hauptstadt starben 30 irakische Zivilisten, als eine Bombe ihren vollbesetzten Bus in Stücke riss, wie irakische Fernsehsender berichteten. Ebenfalls in Bagdad wurden ein Kameramann und ein Tontechniker des US-Fernsehsenders CBS bei der Explosion einer Autobombe in den Tod gerissen. Die CBS-Korrespondentin Kimberly Dozier wurde nach Angaben des Senders in New York schwer verletzt.

Sie waren als Journalisten mit einer US-Armee-Einheit in Bagdad unterwegs. Als sie aus dem Militärfahrzeug ausstiegen, sei der in einem nahen Auto versteckte Sprengsatz gezündet worden. Bei den Opfern handele es sich um die Briten Paul Douglas und James Brolan.

Bei einem weiteren Anschlag auf einen Bus kamen in der rund 60 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Bakuba elf irakische Bauarbeiter ums Leben. Die iranische Oppositionsgruppe Nationaler Widerstandsrat Iran bezichtigte in einer in Berlin veröffentlichten Erklärung von Teheran gesteuerte Terroristen der Tat. Die Iraker seien „auf dem Weg zu ihrer täglichen Arbeit für die Organisation der iranischen Volksmudschaheddin in die Stadt Aschraf“ gewesen.

Bei einem Attentat auf ein US-Militärfahrzeug in Bagdad wurden fünf irakische Passanten getötet. Der amerikanische Fahrer des Geländefahrzeugs überlebte verletzt, wie es hieß.

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