Dutzende Sprengsätze
Anschlagsserie im Irak fordert viele Opfer

Eine neue Anschlagsserie im Irak hat vielen Menschen das Leben gekostet. Dutzende Sprengsätze gingen hoch. Vor allem Schiiten wurden Opfer der Anschläge.

BagdadEine Serie von Bombenanschlägen hat am Montag Bagdad erschüttert. Nach Informationen von afp forderte der Anschlag 58 Tote, Reuters geht von mehr als 70aus. Nach Angaben der Polizei gingen auf Märkten und in Geschäftsstraßen mehr als ein Dutzend Sprengsätze hoch. Die Anschläge wurden in Stadtteilen verübt, in denen überwiegend Schiiten wohnen. Die Verantwortung übernahm zunächst niemand. Ähnliche Taten wurden meist sunnitischen Extremisten und dem irakischen Ableger der Al-Kaida zugeschrieben.

Allein im bekannten Schiitenviertel Sadr-Stadt gingen zwei im Abstand von 100 Metern platzierte Bomben hoch. Dabei wurden der Polizei und Krankenhäusern zufolge mindestens 13 Menschen getötet. "Ein Wagen fuhr einen anderen an, und der Fahrer gab vor, die Polizei rufen zu wollen. Ein Auto kam angebraust und der von Schaulustigen umringte erste Wagen ging hoch", schilderte ein Augenzeuge das Geschehen.

Zunehmende Gewalttätigkeiten zwischen Schiiten und Sunniten sowie Anschläge auf Sicherheitskräfte nähren im Irak die Sorgen vor einer Neuauflage der bürgerkriegsähnlichen Zustände aus den Jahren 2006-2007. Der Bürgerkrieg im Nachbarland Syrien trägt zusätzlich zur Gefährdung der inneren Stabilität in dem Golfstaat bei. Dort kämpfen zumeist sunnitischen Rebellen gegen Präsident Baschar al-Assad, der der Volksgruppe der Alawiten angehört, die aus den Schiiten hervorgegangen sind.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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