Ebay-Tochter
Paypal schmeißt Wikileaks raus

Wikileaks wird nicht nur von der Politik angegriffen - auch die amerikanische Wirtschaft treibt das Projekt in die Enge. Nach Amazon und dem Domain-Provider Everydns hat auch der Online-Bezahlanbieter Paypal den Vertrag mit Wikileaks gekündigt.
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HB BERLIN. Spenden zur Unterstützung der Enthüllungs- Plattform Wikileaks können nicht mehr über den Bezahldienst Paypal abgewickelt werden. Die Tochter der Handelsplattform Ebay teilte auf ihrer Blogseite mit, wegen einer "Verletzung der Nutzungsbedingungen" sei das von Wikileaks genutzte Konto dauerhaft gesperrt worden. Paypal schließt die Benutzung seiner Dienste aus, wenn dadurch "illegale Aktivitäten" gefördert werden.

Auch das Paypal-Konto der Wau-Holland-Stiftung, eine wichtige Geldquelle von Wikileaks, wurde von Paypal gekündigt. "Paypal teilte uns mit, dass wir mit der Unterstützung von Wikileaks die Benutzungsbedingungen von Paypal verletzen", teilte die Stiftung via Twitter mit. Die Organisation ist nach einem 2001 verstorbenen Aktivisten des Chaos-Computer-Clubs (CCC) benannt.

Nach Angaben von Wikileaks-Gründer Julian Assange braucht die Plattform pro Jahr mindestens 200 000 Dollar an Spenden, um den Betrieb aufrecht zu erhalten - besser noch 600 000 Dollar. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" waren in kürzester Zeit nach Veröffentlichung der US-Diplomatendossiers 15 000 Euro von Sympathisanten aus aller Welt bei der Stiftung eingegangen.

Kommentare zu " Ebay-Tochter: Paypal schmeißt Wikileaks raus"

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  • Schaut Euch diese Videos an und ihr könnt Amerika erleben wie es wirklich ist. Einfach Schei.. und nix anderes. Eine total verkommene Nation.

    http://www.collateralmurder.com/

  • ...und letztendlich sind die "bösen Wiki´s" der "guten, fairen und doch so demokratischen Regierungen" immer einen Schritt voraus; auch wenn die "Guten" das gar nicht glauben wollen. ich sag nur: im Osten ging das vor 20 Jahren auch so fix, das die Verantwortlichen fast alle einen Herzkasper bekommen haben. Das sollte den ansatzweise demokratischen Regierungen und auch Firmen ein Warnzeichen sein, das man sich irgendwan die Hand verbrennt, wenn man dem Volk nicht auf´s Maul schaut.

  • Hier ist David gegen Goliath,David wird dieses Spiel zwar verlieren,hat aber trotzdem gewonnen.
    Die Damen können ja auf ihn angesetzt worden sein,
    da gibt es ja gewisse Dienste,das hatten wir ja alles schon,Pressefreiheit geht nur so weit diese nicht die wirtschaftlichen interessen der Führungsschicht schädigen.

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