EFSF-Ausweitung
Niederlande stimmen für Euro-Rettungsschirm

Mit einer deutlichen Mehrheit hat das niederländische Parlament den Weg für die Ausweitung des Euro-Rettungsschirms EFSF freigemacht. Auch Oppositionsparteien stimmten für den größeren EFSF.
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Den HaagAls eines der letzten der 17 Euro-Länder haben die Niederlande am späten Donnerstagabend den Weg für die Ausweitung des Euro-Rettungsschirms EFSF freigemacht. Die gelb-schwarze Minderheitsregierung in Den Haag erreichte für ihren entsprechenden Antrag im Parlament dank der Unterstützung durch Oppositionsparteien eine deutliche Mehrheit.

Insgesamt votierten 96 Abgeordnete in der namentlichen Abstimmung für den größeren EFSF, 44 dagegen. In den zweitägigen Debatten um den EFSF hatte der christdemokratische Finanzminister Jan Kees de Jager den Abgeordneten zugesichert, sie behielten die Kontrolle über die konkrete Anwendung des EFSF.

Der Fonds soll künftig bis zu 440 Milliarden Euro Notkredite an Krisenländer verleihen können, neue Aufgaben bekommen und schlagkräftiger werden. Der Deutsche Bundestag hatte in der vergangenen Woche zugestimmt, die Parlamentsentscheidungen in Malta und in der Slowakei stehen noch aus.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " EFSF-Ausweitung: Niederlande stimmen für Euro-Rettungsschirm"

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  • Nun Klartext123,
    68 % der Niederlaänder sind dagegen, genau wie der grössere Teil unserer Bevölkerung

  • Na, was wohl das niederländische Volk dazu sagt???

  • Wer hat die Dokumente zum "EFSF" schon mal selbst gelesen?Im Bundesfinanzministerium kann man die deutsche Fassung lesen(bei Herrn Schäuble).
    Was im Geheimen "kleinen Kreis" besprochen und verhandelt wurde,werden WIR nie erfahren.Das sollte eigentlich aus der vergangenen Geschichte inzw. bekannt sein.Ich bezweifel sehr,daß alle Stimmberechtigten wissen,was sie tun.Es wird "im Namen der Völker" entschieden,und die "Völker" haften.
    Dieses gemeinsame Euopa hat schöne 2 Seiten:Die Annehmlichkeiten und Entscheidungsrechte haben die oberen Etagen,Pflichten und Verbindlichkeiten gehen ans Volk.
    Wir haben keine Demokratie.
    Wer das bestreitet,soll mal erklären,WO Demokratie ERFOLGREICH praktiziert wird.
    Für den interessierten Leser empfehle ich den Blick in http://europa.eu/index_en.htm oder Euro-Lex.
    Keine Zeitung wird berichten,was man dort lesen kann und eigentlich jeder Bürger müßte.Dann nämlich sähen unsere Wahlen beim nächsten Mal völlig ANDERS aus.
    Beste Grüße an alle Leser.

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