EFSF
Eu-Gipfel wird keine Summe für Hebel nennen

Auf welche Summe der Euro-Rettungsfonds durch einen Hebel ausgeweitet werden kann, wird auch nach dem EU-Gipfel in Brüssel am Mittwoch weiter unklar sein. Erst müssen Gespräche mit Investoren geführt werden.
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BrüsselAuch nach dem Gipfel zur Eurokrise am Mittwoch in Brüssel wird Unklarheit herrschen, auf welche Summe die Wirkung des Euro-Rettungsfonds (EFSF) über einen Hebeltrick ausgeweitet werden kann. Das geht aus einem am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP vorliegenden Papier zur „Maximierung der vorhandenen Kreditvergabekapazität der EFSF“ hervor, das den Parteien im Bundestag vom Bundesfinanzministerium übergeben wurde. Vor dem Gipfel in Brüssel soll am Mittwoch der Bundestag über die Stärkung der Schlagkraft des Rettungsfonds abstimmen.

„Es existieren mehrere Modelle zur Erhöhung der Kreditvergabekapazität“, heißt es in dem Schreiben. „Eine genauere Angabe zu deren Umfang lässt sich erst nach Abschluss der Vereinbarungen mit potenziellen Investoren festsetzen.“ Gerechnet wird mit einem „Zeitraum von einigen Wochen für die Suche nach Investoren und Kreditgebern für den Fonds“. Damit wird es auch nach dem Euro-Gipfel am Mittwoch in Brüssel Unklarheit über die seit Wochen mit Spannung erwartete Summe geben, auf welche Summe die 440 Milliarden Euro in dem Fonds durch einen finanztechnischen Hebel erhöht werden soll.

Wie erwartet werden in dem Papier zwei Modelle für den Hebel genannt. Die erste ist eine „Teilabsicherung“ für Staatanleihen für Euro-Länder. Investoren sollen zum Kauf der Anleihen angeregt werden mit dem Angebot, dass der Rettungsfonds im Falle von Verlusten einen Teil davon übernimmt. Um welchen Anteil es sich handeln könnte, wird in dem Papier nicht genannt.

Zudem soll nach dem zweiten Modell in speziellen Sondertöpfen „öffentliches und privates Kapital“ gesammelt werden, um die Mittel im EFSF zu vergrößen. Mit dem Geld soll mehr Spielraum zur Kreditvergabe, zur Stützung von Banken sowie zum Aufkauf von Staatsanleihen geschaffen werden. Diese Option setzt Verhandlungen mit beispielsweise Staatsfonds anderer Länder voraus. Daher wird mit keinem Ergebnis für den Hebeleffekt bis in „einigen Wochen“ gerechnet.

In dem Dokument wird klargestellt, dass beide Modelle kombiniert eingesetzt werden können. Zudem heißt es ausdrücklich: „Die Kapazität der erweiterten EFSF kann ohne eine Aufstockung der der EFSF zugrunde liegenden Garantien ausgeweitet werden.“ Das heißt: Deutschland und die anderen Euro-Länder müssen kein weiteres Geld für den Hebeleffekt einplanen. Bislang bürgt Deutschland für 211 Milliarden Euro. Die Bundesregierung hatte in den vergangenen Wochen stets betont, dass sich diese Summe nicht erhöhen solle.

 

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " EFSF: Eu-Gipfel wird keine Summe für Hebel nennen"

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  • Es ist doch ganz einfach, bei Fälligkeit werden die Anleihen der Schuldnerländer zwangsverlängert mit einer Verzinsung die der Inflation (offizielle Zahlen) entspricht. Gleichzeitig, durch Sparmaßnahmen, wird der Schuldenberg langsam abgebaut, damit die Wirtschaft nicht erlahmt, wie in Griechenland geschehen.
    So braucht Italien keine neue Anleihen platzieren und die Investoren bekommen am Ende, irgendwann, doch ihr Geld zurück und die Jährliche Zinsen dazu, wohlgemerkt.
    Man kann so auf die Merkelche geistige Verwirrtheit verzichten.

  • Es bleibt für Dtl. ja nicht bei den 211 Mrd. Wenn demnächst Italien, Griechenland ohnehin, Spanien, Portugal bis hin zu Frankreich als weitere Garantiegeber ausfallen, ist die dt. Garatiesumme doch nichts mehr Wert.. Bei dieser Absicherung wird doch kein Investor die Schrottanleihen der o.a. Länder kaufen. 211 Mrd. verschenkt, deshalb DEMO vor den Privathäusern unserer Politiker, dass wirkt.

  • Es ist doch ganz einfach, bei Fälligkeit werden die Anleihen der Schuldnerländer zwangsverlängert mit einer Verzinsung die der Inflation (offizielle Zahlen) entspricht. Gleichzeitig, durch Sparmaßnahmen, wird der Schuldenberg langsam abgebaut, damit die Wirtschaft nicht erlahmt, wie in Griechenland geschehen.
    So braucht Italien keine neue Anleihen platzieren und die Investoren bekommen am Ende, irgendwann, doch ihr Geld zurück und die Jährliche Zinsen dazu, wohlgemerkt.
    Man kann so auf die Merkelche geistige Verwirrtheit verzichten.

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