Ehemaliger US-Präsident setzte sich massiv für einen Nahost-Frieden ein
Clinton: Arafat verpasste Chance auf eigenen Staat

Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton hat den den Palästinenserführer Jassir Arafat dafür verantwortlich gemacht, dass dessen Volk bislang keinen eigenen Staat hat.

HB WASHINGTON. Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, der sich wie kein anderer US-Präsident für einen Nahost-Frieden eingesetzt hat, sprach den Palästinensern nach dem Tod von Jassir Arafat sein Beileid aus.

Gleichzeitig machte er den Palästinenserführer dafür verantwortlich, dass sein Volk bislang keinen eigenen Staat hat. „Ich bedauere, dass er im Jahr 2000 die Gelegenheit verpasste, diese Nation zu erschaffen, und bete für den Tag, an dem der Traum des palästinensischen Volkes, einen eigenen Staat und ein besseres Leben zu haben, Wirklichkeit wird“, teilte Clinton am Donnerstag mit.

Clinton hatte Arafat schon zuvor für das Scheitern der Verhandlungen mit dem damaligen israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak im Juli 2000 in Camp David verantwortlich gemacht. Arafat lehnte damals ein Angebot ab, das den Palästinensern unter anderem 90 Prozent des besetzten Westjordanlandes und Mitspracherecht in Jerusalem zugesprochen hätte.

„Die Geschichte wird als seinen größten Moment den 13. September 1993 verzeichnen, als er dem israelischen Ministerpräsidenten Rabin vor dem Weißen Haus die Hand schüttelte und die Oslo-Abkommen unterzeichnete“, hieß es in der Erklärung Clintons weiter.

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