Ehud Barak
„Der Angriff auf den Iran bleibt eine Option“

Israel hält sich die Option eines Angriffs auf den Iran laut Verteidigungsminister Ehud Barak auch während der Atomgespräche offen. Einen Stopp des iranischen Uran-Anreicherungsprogramms halte er für unwahrscheinlich.
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JerusalemEin Angriff Israels auf den Iran bleibt nach den Worten von Verteidigungsminister Ehud Barak auch während der laufenden Atomgespräche eine Option. Auf die Frage, ob Israel den USA zugesichert habe, während der Gespräche einen Angriff auszuschließen, sagte Barak am Dienstag im Armee-Hörfunk: „Wir haben uns zu nichts verpflichtet.“ Eine solche Zusage dürfe und werde es nicht geben. Barak reist in die USA, wo am Donnerstag in Washington ein Treffen mit seinem US-Kollegen Leon Panetta geplant ist.

Der israelische Minister äußerte sich skeptisch zu den Erfolgsaussichten der Gespräche des Iran mit den fünf ständigen Sicherheitsratsmitgliedern und Deutschlands, die am Samstag in Istanbul begannen. Es bestehe die Gefahr, dass „wertvolle Zeit“ vergeudet werde, sagte Barak. Er rechne nicht damit, dass die Gespräche zu einem Stopp des iranischen Uran-Anreicherungsprogramms führen würden.

Israel und der Westen befürchten, dass der Iran unter dem Deckmantel der Energieerzeugung an der Entwicklung einer Atomwaffe arbeitet. Die Führung in Teheran hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Ehud Barak: „Der Angriff auf den Iran bleibt eine Option“"

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  • Das iranische Atomprogramm ist unter voller Kontrolle der IAEA, auch die Anlagen in Parchinw wurden bereits zweimal besichtigt (in 2005), obwohl Iran nicht verpflichtet ist, dort Zugang zu gewähren. Dass es dieses Jahr nicht zu einer Inspektion von Parchin kam, liegt daran, dass die IAEA-Delegation vor einer möglichen Niederlegung der rechtlichen Voraussetzung zurückbeordert wurde. Warum wohl? Wenn eine Inspektion stattgefunden hätte und man hätte wieder nichts gefunden, peinlich für die politisch instrumentalisierte Führung der IAEA.Bereits in 2008 waren alle offenen Fragen um das iranische Atomprogramm geklärt, bis auf Behauptungen die auf dubiosen angeblichen Studien beruhen, deren Quellen die IAEA nicht angibt. Das erinnert in der Tat an die Rechtfertigung des Angriffskrieges auf Irak. Iran ist Mitglied im NPT und da man ihm seine verbrieften Rechte verweigert, wozu auch die Urananreicherung gehört, machen sie es eben trotzdem. Die ganzen Sanktionen, nicht nur diejenigen die ohne Legitimation der UNO erfolgen sind völkerrechtswidrig. Fazit: der ganze "Atomkonflikt" ist ein Vorwand um ein souveränes Land zu attackieren. Israel lenkt damit von seinem eigenen Dilemma ab, in dass es sich mit seiner Politik der illegalen Besatzung und Apartheid manövriert hat. Und die USA ertragen bekanntermaßen niemanden, der ihre Vormachtstellung in Frage stellt.

  • Der Hitler hat sich wenigstens die Mühe gemacht, von "zurückschießen" zu sprechen.
    Herr Barak ! Noch nicht mal das können Sie !!!

  • @Energieelite: Nein, wir SEHEN nicht das Gegenteil, sondern es wird uns nur so gesagt. WIR sehen gar nchts sondern es wird nur Stimmung gemacht um einen Krieg zu rechtfertigen. Oder haben SIE etwas vor Ort gesehen? Ich erinnere nochmal daran, das es vor dem Irak-Krieg ebenfalls diese Art von Propaganda gab um den Angriff zu rechtfertigen. Und nachher wurde dann aufgedeckt das rein nichts dran war!

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