Eigener Staat
Nahost-Quartett will Palästinenser von Uno-Antrag abbringen

Palästinenserpräsident Abbas will einen Antrag Palästinas auf Anerkennung als Staat stellen. Die USA kündigten ihr Veto an. In letzter Minute sollen die Palästinenser von ihrem Antrag abgebracht werden.
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Washington/BerlinDie internationale Staatengemeinschaft ringt um neue Friedensgespräche zwischen Israel zu den Palästinensern. US-Außenministerin Hillary Clinton und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton trafen sich dazu am Sonntag in New York. Sie wollen die Palästinenser in letzter Minute davon abbringen, bei der am Mittwoch beginnenden UN-Vollversammlung einen Antrag auf die Anerkennung als 194. Staat in den Vereinten Nationen zu stellen. Es wird befürchtet, dass dies zu einer schweren Krise im Nahost-Konflikt führen könnte.

„Wir glauben weiter an eine konstruktive Lösung“, sagte Ashtons Sprecherin Maja Kocijancic. Verhandlungen seien „das beste und einzige Mittel, zum Frieden und zu einer Zwei-Staaten-Lösung zu gelangen“ - also der Existenz eines palästinensischen neben einem israelischen Staat.

Auch hochrangige Diplomaten des Nahost-Quartetts, dem neben den USA und der EU auch Russland und die Vereinten Nationen (UN) angehören, sollten zu Beratungen zusammenkommen. Ziel der seit Wochen laufenden Bemühungen ist es, die Palästinenser doch noch zu überzeugen, von ihren Plänen abzulassen.

Der Gesandte des Nahost-Quartetts, der frühere britische Premierminister Tony Blair, sagte, eine Machtprobe könne immer noch verhindert werden. Trotz des politischen Gegendrucks hatte Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas zuletzt seine Absicht bekräftigt, eine UN-Vollmitgliedschaft zu beantragen.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas will am Freitag einen Antrag Palästinas auf Anerkennung als eigenständiger Staat in den Grenzen von 1967 stellen. Zu ihm sollen das Westjordanland, der Gazastreifen und Ost-Jerusalem gehören. Die USA lehnen den Vorstoß ab. Aus ihrer Sicht kann die Anerkennung eines palästinensischen Staates nur am Ende von Friedensverhandlungen mit Israel stehen. Die USA haben ihr Veto im UN-Sicherheitsrat angekündigt.

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Grünes oder rotes Licht vom Sicherheitsrat

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  • Persönliche Meinung:

    Die Palästinenser sind Araber die im ehemaligen Mandatsgebiet „Palästina“ von Großbritannien leben. Die Vorfahren eroberten große Teile des Nahen Osten. Es fielen viele christliche Staaten (z. b. Ägypten).

    Die Einreise der Juden in das Mandatsgebiet „Palästina“ wurde von den Engländern unterbunden und damit war die Ausreisemöglichkeit für die Juden in Europa versperrt.

    Die Einreisepraxis wurde nach 1945 von den Engländern gelockert.

    Nach knapp 1900 Jahren Diaspora kehren die Juden zurück In ein Gebiet das nicht leer ist sondern es leben dort Menschen (Araber).

    Nach der Unabhängigkeit von England (siehe UN Teilungsplan 1947), erklären die Arabischen Stämme und dessen Staaten „Israel“ den Krieg.

    Israel hat die meisten Kriege gewonnen.

    Die Frage die sich stellt lautet:

    In welchen Grenzen soll Israel bestehen?

    Ich bin kein Historiker aber das Staatsgebiet sollte doch in den Grenzen von „König David“ entstehen ohne Jordanien und Syrien (Ausnahme Golanhöhen). Dieses Gebiet ist die Heimstatt der 12 Stämme.

    Innerhalb dieses Gebietes würde ich keine Araber dulden. Die Araber die in diesen Gebiet noch leben würde ich umsiedeln lassen. Die erste Wahl ist natürlich Jordanien.

    Natürlich hat jedes Volk/Stamm ein Recht auf ein Stammesgebiet.

    Die ältesten Rechte haben aber die Juden in diesem Gebiet. Die Juden wurden von den Römern VERTRIEBEN und verließen nicht freiwillig ihr Land.

    Ich denke aber daß es keinen Frieden in diesen Gebiet gibt solange Araber und Juden in einem Gebiet leben.

  • Lange Rede - doch was ist der Sinn?
    Allein schon die Fragestellung "Wem gehört das Land Israel?" geht doch völlig an dem Anliegen der Palästinenser vorbei, die aktuell einzig und allein auf Umsetzung alter UN-Beschlüsse drängen. Es geht dabei um die Anerkennung der Staatlichkeit derjenigen Gebiete, die ihnen durch die UN schon längst zugesprochen sind. Der Anspruch Israels auf sein Staatsgebiet innerhalb der Grenzen, die ebenfalls die UN anerkannt hat, bleibt davon völlig unberührt.

    Zwar sollte die Zweistaatenlösung im Rahmen eines Friedensvertrags zwischen Israelis und Palästinensern umgesetzt werden, doch wer will es den Palästinensern verübeln, wenn sie jetzt diesen Weg gehen, nachdem die israelische Seite offensichtlich keine Bereitschaft zeigt, einen Friedensvertrag ernsthaft anzustreben, sondern darauf hinarbeitet Zeit zu gewinnen, um durch aggressive Siedlungspolitik Fakten zu schaffen, die einem Frieden, der auch für die Palästinenser in den besetzten Gebieten konsensfähig sein könnte, diametral entgegenstehen. Das ist die unbestreitbare Realität der Jahre seit Ermordung Rabbins. Unglaublich, wie sich die UN und die Amerikaner in dieser Sache jahrelang haben vorführen lassen. Dass Russland und die EU in diesem Zusammenhang werder Zeichen setzen noch sonstwie zu einer Einigung beitragen werden, die einen wegen international anerkannter Immoralität, die anderen wegen schwer zu überbietender, innerlicher Zerrissenheit, liegt dagegen auf der Hand. Andererseits: Langsam wäre die Zeit reif für eine positive Überraschung!

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    Wahrheitsfindung und Beweismaterial

    Die folgenden Bilder die den damaligen Zustand des Landes Israel dokumentieren, zeigen klar auf, dass es sich um Ödland gehandelt hat, so wie jeder anderer Landstrich, das von Arabern und Türken erobert wurde. Eine zuverlässige Darstellung der damaligen Verhältnisse im Eretz Israel, das damals noch Palestine hieß, finden wir in dem Bericht der britischen königlichen Palestine-Kommission von 1937, die nun absolut kein Freund Israel war:

    „Das Türkische Reich war nach 400-jähriger (1517 – 1917) über das Heilige Land so marode, dass arabische Grundbesitzer, aus Ländern wie Syrien, Ägypten, Libanon usw. mit Bestechungsgeldern sich riesige Gebiete aneigneten, indem sie die Beduinen und Fellachen vertrieben, um diese Böden als Spekulationsobjekte an Juden aus Europa und Amerika verkauften.“

    http://tangsir2569.wordpress.com/2010/11/10/wem-gehort-das-land-israel/

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