Ein Jahr nach dem Selbstmordanschlag
Deutscher Soldat bei Raketenangriff in Kabul verletzt

Bei einem Raketenangriff auf die Internationale Schutztruppe in Afghanistan (ISAF) ist knapp ein Jahr nach dem Selbstmordanschlag auf Bundeswehr-Truppen in Kabul ein deutscher Soldat verletzt worden.

HB KABUL/BERLIN. Die Verletzung sei nicht lebensbedrohlich, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin. Die Rakete schlug am Dienstag im Camp Warehouse ein, wo die Mehrheit der rund 2000 deutschen ISAF-Soldaten stationiert ist.

Im Juni vergangenen Jahres hatte ein Selbstmordattentäter bei einem Anschlag auf einen Bundeswehr-Bus in Kabul 4 deutsche Soldaten mit in den Tod gerissen, 31 weitere waren verletzt worden. Anfang dieses Jahres töteten Selbstmordattentäter einen britischen und einen kanadischen ISAF-Soldaten. Die Schutztruppe in Kabul wird außerdem immer wieder von mutmaßlichen radikalislamischen Taliban mit Raketen angegriffen.

Die Hintergründe des jüngsten Angriffs würden untersucht, sagte ein Sprecher der ISAF in Kabul. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Derzeit sind insgesamt rund 6000 Soldaten der von der NATO geführten ISAF in Afghanistan stationiert. Die Ende 2001 gestürzten Taliban haben zum Dschihad (Heiligen Krieg) gegen ausländische Truppen, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und Unterstützer der Regierung von Präsident Hamid Karsai aufgerufen.

Der Kommandeur der US-Streitkräfte in Afghanistan, General David Barno, sagte am Dienstag in Kabul, die Taliban hätten zwei Möglichkeiten: Sie könnten die Waffen niederlegen und sich am Friedensprozess beteiligen oder sie würden von Koalitionstruppen getötet oder gefangen genommen. Taliban und das Terrornetzwerk El Kaida bedeuteten weiterhin eine Gefahr für Afghanistan.

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