Ein Mann festgenommen
Neuerliche Explosion im Süden der Türkei

Bei einer neuerlichen Explosion ist am Mittwoch im Süden der Türkei ein Mensch verletzt worden. Die Detonation ereignete sich in einem Müllcontainer der Stadt Mersin am Mittelmeer, wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Die Polizei nahm einen Mann fest.

HB ISTANBUL. Bei der neuerlichen Explosion in der türkischen Hafenstadt wurde eine 20-jährige Frau verletzt. Die Polizei nahm einen Mann fest, der die Kleidung eines Müllmanns trug, wie die Behörden mitteilten. Sprengstoffspezialisten untersuchten den Tatort. Angaben zur Ursache der Detonation wurden zunächst nicht gemacht. Umliegende Gebäude und Autos wurden beschädigt. Dem Auswärtigen Amt in Berlin zufolge gab es zunächst keine Hinweise, dass Deutsche betroffen waren.

Am Sonntag und Montag waren in türkischen Urlaubsorten und Istanbul Bombenanschläge verübt worden. Dabei waren drei Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden, darunter auch deutsche Urlauber. Zu diesen Anschlägen bekannten sich die Separatistengruppe Freiheitsfalken Kurdistans.

Am Mittwoch wurde in der Türkei mit Paraden der Sieg im Unabhängigkeitskrieg 1922 gefeiert. In der von den jüngsten Anschlägen betroffenen Stadt Marmaris protestierten der amtliche Nachrichtenagentur Anatolien zufolge fahnenwehende Demonstranten gegen die Angriffe. Die Freiheitsfalken hatten am Vortag angedroht, die Türkei in eine Hölle zu verwandeln. Die Gruppe soll Verbindungen zur verbotenen PKK haben, die seit 1984 für einen Kurdenstaat im Osten des Landes kämpft. Dabei sind mehr als 30 000 Menschen ums Leben gekommen.

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