Eine Festnahme
Raketen in Lufthansa-Lager entdeckt

In einem Lufthansa-Lager auf dem internationalen Flughafen von Caracas in Venezuela sind fünf Raketen für Kampfflugzeuge sichergestellt worden. Sie sollten anscheinend nach Israel gefolgen werden. Ein Mitarbeiter wurde festgenommen. Lufthansa dementiert.

HB CARACAS. Das berichteten Medien in der venezolanischen Hauptstadt unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Die Raketen stammen den Angaben zufolge aus Kolumbien. Sie seien entdeckt worden, als eine erste Rakete mit einem normalen Linienflug nach Israel transportiert werden sollte.

Lufthansa teilte zunächst in Caracas mit, man arbeite bei der Klärung eng mit den zuständigen Behörden zusammen. Am Dienstagnachmittag dementierte die Airline dann die Berichte: Die Behörden hätten einen Transport von fünf Frachtstücken mit einem Gewicht von je 65 Kilogramm von Caracas nach Israel unterbunden, sagte ein Sprecher von Lufthansa Cargo in Frankfurt. „Entgegen anders lautender Meldungen handelt es sich bei der Fracht nicht um Raketen oder Waffen“, betonte der Sprecher. Über den genauen Inhalt der Pakete machte Lufthansa allerdings keine Angaben. Auch über den Absender und Empfänger gab das Unternehmen aus Datenschutzgründen keine Auskunft.

Bei dem festgenommenen Mann handelt es sich um einen leitenden Angestellten mit venezolanischem Pass. Den ersten Ermittlungen zufolge sollten alle Raketen oder Raketenteile nach Israel geflogen werden. Man wisse, dass auf demselben Wege bereits zehn kolumbianische Raketen nach Israel gebracht worden seien, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die sichergestellten Teile können den Angaben zufolge in Kampfflugzeugen vom Typ Mirage und F-16 verwendet werden. Sie stammten aus dem Waffenarsenal der kolumbianischen Streitkräfte, hieß es.

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