Eine Woche vor der Regierungsbildung
Gefecht im Irak fordert 92 Tote

Eine Woche vor der Regierungsbildung im Irak sind bei einem Gefecht zwischen Aufständischen und Angehörigen einer irakischen Spezialeinheit 92 Menschen getötet worden.

HB BAGDAD/TIKRIT. Die Übergangsregierung erklärte am Mittwoch, beim Angriff eines Sondereinsatzkommandos der Polizei auf ein Ausbildungslager von Terroristen in der Nähe der Stadt Samarra seien am Dienstag 85 bewaffnete Männer getötet worden. Die irakische Einheit war bei der Operation von amerikanischen Soldaten unterstützt worden. Die US- Armee teilte mit, auch sieben Angehörige der Sondereinheit des Innenministeriums seien bei der Schlacht getötet worden, sechs weitere wurden demnach verletzt.

„Dokumente, die in dem Lager gefunden wurden, weisen darauf hin, dass unter den anti-irakischen Kräften auch ausländische Kämpfer waren“, hieß es in einer Mitteilung der US-Armee. Die Übergangsregierung berichtete, ein Algerier sei gefangen genommen worden. Die Aufständischen hätten Angriffe in Samarra geplant.

Nach Angaben aus irakischen Sicherheitskreisen konnten einige der insgesamt rund 100 Kämpfer fliehen. In der selben Provinz entdeckte die irakische Armee wenige Stunden später laut US-Militär bei einer Razzia nahe der Ortschaft Mikdadija ein Waffenversteck mit mehr als 70 Panzerminen.

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