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Einen Tag vor der Wahl: Europawahl: Merkel stimmt Union auf Verluste ein

44,5 Prozent der Stimmen bekam die Union bei der Europawahl vor vier Jahren, ob sie dieses Ergebnis wiederholen kann ist zweifelhaft - auch für Angela Merkel. Die Kanzlerin hat die Unionsparteien auf Verluste eingestimmt. Bestätigt wird sie durch jüngste Umfragen.

Merkel und die Union liegen trotz allem noch klar vor der SPD. Quelle: Reuters
Merkel und die Union liegen trotz allem noch klar vor der SPD. Quelle: Reuters

HB BERLIN. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Unionsparteien auf Verluste bei der Europawahl am Sonntag eingestimmt. "Vor vier Jahren hatten wir eine außergewöhnliche Situation", sagte die CDU-Vorsitzende der Zeitung "Bild am Sonntag" laut Vorabmeldung auf die Frage, ob CDU und CSU wieder ein Ergebnis über 40 Prozent erzielen würden. Bei der Europawahl 2005 waren die Unionsparteien zusammen auf 44,5 Prozent der Stimmen gekommen.

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Merkel verwies darauf, dass die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder seinerzeit wegen ihrer Arbeitsmarktreformen massiv in der Kritik gestanden und deshalb ein "außergewöhnlich schlechtes Ergebnis" erzielt habe. "Von der Schwäche der SPD konnte die Union als damals größte Oppositionspartei überdurchschnittlich profitieren", sagte die Kanzlerin. Merkel betonte aber: "Wir wollen deutlich stärkste Partei vor der SPD werden."

Die vor rund einer Woche veröffentlichten jüngsten Umfragen im Auftrag von ARD und ZDF sehen die Unionsparteien mit 39 Prozent klar vor der SPD mit 25 bis 26 Prozent. Drittstärkste deutsche Kraft dürften demnach die Grünen werden, gefolgt von FDP und Linkspartei.

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