Einführung des Euro
Slowaken sind bereit für den Euro

Als 16. Land tritt die Slowakei der Euro-Zone bei. Im Januar wird die Krone durch die europäische Einheitswährung ersetzt – die Nationalbank hat ihren Teil bereits nahezu erledigt. Die meiste Sorge bereitet den Banken die Umstellung der Informationstechnologie.

BRATISLAVA. Das neue Geld, der Euro, ist im gesamten Land an Banken verteilt. Nach Weihnachten müssen die Institute Münzen und Scheine an die Unternehmen weiterreichen. Am 1. Januar werden dann die 5,5 Millionen Slowaken das 16. Euro-Land.

Viliam Ostrozlik, Vizepräsident der slowakischen Nationalbank in Bratislava, ist für die Logistik rund um den Euro verantwortlich. 188 Mio. Geldscheine im Wert von sieben Mrd. Euro sollen bis zum Jahresende verteilt sein, die 500 Mio neuen slowakischen Münzen kommen auf einen Wert von ungefähr 400 Mio. Euro.

Die Slowakei hat sich bei der Einführung auf die Unterstützung anderer Euro-Länder verlassen. Die größte Hilfe kam von der noch nicht einmal 100 Kilometer entfernten österreichischen Nationalbank (ÖNB) in Wien. Die Österreicher haben die komplette Erst-Ausstattung an Banknoten geliefert: Im November und Dezember fuhren extrem gesicherte Lkw-Konvois mit Euro-Paketen in Milliardenhöhe von Wien nach Bratislava.

In den ersten Wochen wird es in der Slowakei eine für die Währungseinführung typische Besonderheit geben: In den Bargeld-Automaten liegen zunächst nur 10- und 20-Euro-Scheine. „Am Anfang braucht man eine kleine Stückelung", sagt Projektleiter Stefan Augustin von der Nationalbank in Wien. Die Preise seien nach der Umstellung noch „unrund“, was die Nachfrage nach kleinen Scheinen erhöhe. Später soll es in den Automaten auch 50er geben.

Die neuen slowakischen Euro-Münzen kommen komplett aus der eigenen staatlichen Münze. Das soll auch so bleiben. Die Slowakei wird aber wahrscheinlich auch in Zukunft keine eigenen Euro-Scheine drucken, sondern sich hier auf andere Länder verlassen. Der Grund: Die Drucktechnik ist teuer und extrem aufwendig. Andere kleinere Euro-Länder wie Luxemburg und Slowenien verzichten ebenfalls schon heute auf den Druck eigener Scheine.

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