Einhaltung der Menschenrechte
Uno fordert Besichtigung von US-Gefängnissen

UN-Menschenrechtsexperten sorgen sich um die Gefangenen, die von den USA in Irak, Afghanistan und Guantanamo festgehalten werden. Sie fordern einen ungehinderten Zugang zu den Inhaftierten.

HB BERLIN. Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen haben in einer gemeinsamen Erklärung ihrer Besorgnis darüber Ausdruck verliehen, dass einige der von den USA im Kampf gegen den Terrorismus angewandten Methoden negative Auswirkungen auf die Menschenrechte weltweit haben könnte.

Die Experten forderten die USA auf, ihnen sobald wie möglich Zugang zu den Gefangenen in den Lagern im Irak, Afghanistan und Guantanamo Bay zu verschaffen. Mit der Inspektion wolle man sicherstellen, dass internationale Menschenrechtstandards in den Gefängnissen eingehalten werden. Im Einzelnen gehe es um Rechte, die die physische und geistige Gesundheit der Gefangenen betreffe und um die Unabhängigkeit der Justiz. Zudem wolle man prüfen, ob es Hinweise auf Folter gebe oder Gefangene willkürlich festgehalten würden.

Nach Einschätzung von Beobachtern ist es allerdings unwahrscheinlich, dass die UN-Experten auf ihre Erklärung eine schnelle Antwort bekommen werden. Auch dem Menschenrechts-Beauftragten der Vereinten Nationen war bisher ein Besuch des US-Gefangenenlagers Guantanamo verweigert worden, obwohl er mehrfach darum gebeten hatte. Gleichwohl wird erwartet, dass sich der Druck auf die USA, die Behandlung von Gefangenen offen zu legen, durch das Ersuchen erhöhen wird.

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