Einheit oder Spaltung
Enorme Herausforderungen für Ägyptens neue Regierung

Gut drei Dutzend Minister treten an, um Ägypten zu retten. In sechs Monaten sollen sie die Wirtschaft stabilisieren und ein normales Umfeld für Neuwahlen schaffen. Eine unmögliche Mission?
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KairoDie seit Mittwoch amtierende Übergangsregierung in Kairo ist ziemlich bunt zusammengesetzt. In ihr finden sich ausgewiesene Wirtschaftsexperten, ein bekannter Gewerkschaftsführer, ein ehemaliger Richter des Haager Jugoslawien-Tribunals, ein früherer Fußball-Star, eine ehemalige Chef-Zensorin aus der Mubarak-Zeit und - wohl unvermeidlich - Schwergewichte aus dem Sicherheitsapparat.

Die Herausforderungen, vor denen das 35-köpfige Kabinett steht, sind enorm. Zwei Wochen nach dem Sturz des gewählten, islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi soll es damit beginnen, ein politisch tief gespaltenes Land zu stabilisieren. Es muss seit Jahren hinausgeschobene Wirtschaftsreformen einleiten und ein normales Umfeld für Neuwahlen in einem halben Jahr schaffen.

Nicht vertreten in der Regierung von Ministerpräsident Hasem al-Beblawi sind Islamisten. Die Muslimbruderschaft, aus der Mursi stammt, war formell zu den Vorgesprächen eingeladen. Die große islamistische Organisation lehnte aber das Angebot ab, weil sie den Sturz des Präsidenten als „Militärputsch“ sieht und jedes darauffolgende Macht-Arrangement als „illegitim“. Sie versucht, durch Massenproteste die Wiedereinsetzung Mursis zu erzwingen. Am Mittwoch sind Tausende Anhänger des gestürzten Staatsoberhauptes Mohammed Mursi vor den Amtssitz des Ministerpräsidenten gezogen. In sengender Mittagshitze schwenkten sie Koran-Bücher und Bilder Mursis und verlangten lautstark die Wiedereinsetzung des islamistischen Präsidenten. „Nieder mit der Militärherrschaft“, skandierten sie. Die Armee warf den Organisatoren des „Tages der Standhaftigkeit“ vor, sie versuchten, einen politischen Streit zu einem Religionskonflikt zu machen. Die meisten Demonstranten zogen anschließend durch die Innenstadt Richtung Tahrir-Platz, der ein Sammelpunkt der Mursi-Gegner ist. Einige Dutzend mit Stöcken bewaffnete Jugendliche wurden von der Polizei daran gehindert, die herannahenden Anhänger der Muslimbruderschaft anzugreifen. Daraufhin warfen sie Steine, die aber ihre Ziele verfehlten. Das Vorhaben erscheint aber wenig aussichtsreich.

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  • so ist es! Die Kopten sind relativ gebildet im Vergleich zu den Moslems. Deswegen sind sie oft Arbeitgeber in kleinen Betrieben und touristischen Bereichen. Sie müssen sehr aufpassen, dass sie den Neid der Moslems nicht hervorrufen und noch mehr verfolgt werden. Da die moslemische Welt keine Säkularisation erfahren hat, befindet sich diese Glaubensgemeinschaft auch da, wo sie ist. Wir sehen es ja auch jeden Tag in unserem eigenen Land.

  • Ich kann nur jedem mal raten nach Ägypten zu reisen um zu sehen wie es dort allgemein so zugeht. Dieses ganze Kasperletheater mit diesen Figuren im Anzug ist doch lächerlich. Dieses Land ist nach wie vor im Mittelalter und es herrschen rauhe Sitte....wie üblich beim Islam eben. Es spielt also keine Rolle wer dort regiert...die werden von einem Chaos ins nächste stürzen, mehr nicht.

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