Einigung in Brüssel
EU bringt Galileo auf den Weg

Der Streit in der EU über den Aufbau des europäischen Satelliten-Navigationssystem Galileo ist beigelegt. Die EU-Verkehrsminister einigten sich in Brüssel über die Vergabe der lukrativen Aufträge für den Aufbau des 3,4 Milliarden Euro teuren Systems.

HB BRÜSSEL. Nach monatelangem Streit hat sich die EU auf eine Aufgabenverteilung für das Satelliten-Navigationssystem Galileo verständigt und damit ein Scheitern des Prestigeprojekts abgewendet. Die EU-Verkehrsminister erzielten am Donnerstagabend eine Grundsatzeinigung über die Vergabe der lukrativen Aufträge für den Aufbau des 3,4 Milliarden Euro teuren Systems.

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee zeigte sich zuversichtlich, „dass die deutsche Raumfahrtindustrie einen wesentlichen Anteil bei der Realisierung dieses Projektes bekommt und dass ein sehr großer Anteil dieser 3,4 Milliarden“ nach Deutschland fließen werde.

Die Zukunft des geplanten Bodenkontrollzentrums für Galileo im bayerischen Oberpfaffenhofen sei gesichert, sagte Tiefensee: „Oberpfaffenhofen ist eine tragende Säule für dieses System.“ Beim Satelliten-Bau werde Deutschland „mit EADS Astrium einen großen Anteil haben“, prophezeite der Bundesverkehrsminister.

Letzteres ist allerdings nicht sicher, denn die Aufträge für den Satelliten-Bau sollen ausgeschrieben werden, wie Tiefensee einräumte. Es sei aber unbestritten, „dass es Expertise in Europa für die verschiedenen Segmente gibt, und Deutschland mit EADS Astrium ist sehr stark im sogenannten Space Segment“.

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