Einigung Wie sich Portugal aus der Krise heben will

Die Regierungskrise in Portugal wurde abgewendet. Doch die Schuldenkrise tobt weiter. Am Samstag will die Regierung informieren, wie die Koalition den Kampf gegen die Schulden weiterführen will.
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Portugals Premierminister Pedro Passos Coelho. Quelle: AFP

Portugals Premierminister Pedro Passos Coelho.

(Foto: AFP)

LissabonDie portugiesische Regierungskoalition hat am Freitagabend einen Streit beigelegt, der den Kampf gegen die Schuldenkrise in dem Euro-Land zu gefährden drohte. Ein Regierungssprecher erklärte am Freitag, Ministerpräsident Pedro Passos Coelho habe eine Einigung mit dem kleineren Koalitionspartner CDS-PP erzielt.

Die Vereinbarung sei Präsident Anibal Cavaco Silva vorgelegt worden, der sie noch absegnen muss. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Für Samstag kündigte der Sprecher ein weiteres Treffen und eine anschließende Erklärung an.

Außenminister Paulo Portas und Finanzminister Vitor Gaspar hatten in kurzer Folge ihre Rücktritte eingereicht und damit zu einem Bruch in der Regierungskoalition ausgelöst. Das weckte Befürchtungen, das Land könnte von seinem Reformweg abkommen. Dieser ist die Bedingung für das 78-Milliarden-Euro-Hilfspaket von EU und IWF.

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) drohte Portugal wegen der zuletzt gestiegenen politischen Unsicherheit mit einer Herabstufung der Bonität. Der Ausblick für das Rating wurde von „stabil“ auf „negativ“ gesenkt, wie S&P am Freitag in London mitteilte.

Die Kreditwürdigkeit des Landes wird jedoch weiter mit der Note „BB“ bewertet. Die Note befindet sich damit weiter im Ramschbereich und ist zwei Stufen vom sogenannten Investmentstatus entfernt. Erst am 7. März hatte S&P den Ausblick auf stabil angehoben. Die Wahrscheinlichkeit für eine Herabstufung in den nächsten zwölf Monaten beziffert S&P auf eins zu drei.

S&P sieht jedoch die Gefahr, dass Reformen, die den Geldgebern versprochen wurden nicht mehr im Parlament beschlossen oder zumindest verzögert werden könnten. Zudem erwartet S&P, dass die portugiesische Wirtschaft, dass dritte Jahr in Folge schrumpfen wird.

  • dpa
  • rtr
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6 Kommentare zu "Einigung: Wie sich Portugal aus der Krise heben will"

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  • Das Handelsblatt sollte mal einen Blog hier aufmachen mit dem Motto "DIE ROLLE DER PRESSE IN DER FINANZKRISE". Wäre bestimmt auch mal für die Presse interessant, was die Bürger über die angeliche 4. Gewalt im Staat denken !!

  • Wie sich Portugal aus der Krise heben will ? Ganz einfach - mit Hilfe von deutschen Steuergeldern !! Mit was sollen sich die Portugiesen denn auch aus der Krise helfen. Die haben doch nichts außer Olivenbäumen !! Keine Industrie im eigentlichen Sinne. Ganz einfach !! Zählen Sie mir doch mal ein paar bekannte portugisische Firmen auf, oder ein paar griechische, zypriotische, spanische (Nein Seat ist VW :-)). Oder eine irländische. Mit was sollen diese Staaten denn nun wettbewerbsfähig werden ??? Aber es gibt ja nun ein Programm zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit seitens der EU. Da hat ja Mutti Erfahrung. Dann werden für die Jugendlcihen eben künstlich Stellen geschaffen.Platzeinweiser in Restaurants und Kinos (wie in der DDR). Und diese Stellen werden dann vom Staat bezahlt - und letztendlich vom deutschen Steuerzahler. Und Lügenbaron Schäuble wird sich hinstellen und sagen. Alle sind auf einem guten Weg - man hat tolle Erfolge erzielt. Ein Schande ist die Presse im ganzen Euroschmierentheater. Die Presse schweigt - kein Wunder ist sie auch eine der Nutznießer des Systems. Die Presse lebt von Werbeanzeigen der Großindustrie und der Finanzdynastie. Die Hochfinanz schaltet bei der Presse Kommentare (bezahlt ihre Interessenvertretung natürlich fürstlich) und die Presse kassiert Geld. Die Presse steht auf der SEITE des Großkapitals. Würde die Presse fair berichten wäre das Schmierentheater länsgt beendet.

  • Papperlapapp. Die Wahrheit lautet: Wie sich Portugal dauerhaft von leistungsfähigen Staaten durchfüttern lassen will. Gilt natürlich auch für die anderen Schmarotzerländer.

    Wer Geld in dern Arsch geblasen beklommt wird nie das Arbeiten lernen. Und die Option, es halt etwas ruhiger anzugehen, und sich die Hektik und den Stress von Deutschland oder den Niederlanden nicht anzutun, wird durch die gemeinsame Währung unmöglich gemacht.

    Portugal ist dazu verdammt,unser Tempo mitzugehen. Oder es lässt sich einfach tragen.



  • Portugal vernachlässigte mit billigen Eurokrediten in der Vergangnheit öllig seinen produktiven Arbeitsmarkt, nunmehr erschlagen die Folgen der im letzten Jahrzehnt verlagerten Stellen die Gesellschaft.
    Aus der Schiene kommt keiner mehr raus.
    Wo keine Neuansiedlung, da keine Stelle. Dienst-/Fianzleistung alleine "rettet" allenfalls die USA, nicht jedoch Portugal.

    Wer gesunde Bereiche willig der Globalisierung opfert, nicht modernisiert, zahlt spaeter die Rechnung. Gilt auch für Preussen.

  • Es werden wohl Reformerleichterungen gefordert-was sonst?

  • Die Ueberschrift soll wohl heissen, GEHEBELT!
    Dass das nicht weiter passiert mit allen rund um Deutschland und Deutschland derjenige ist, der in Europa dann das Licht ausmacht, das koennen sie NOCH verhindern! Indem sie keine der bestehenden arteien waehlen und auch nicht die Alternative, die lediglich aus dem Euro austreten moechte und das auch nicht mehr wirklich, ansonsten alles beim Alten belassen moechte, sondern: die NEUE MITTE, die heute, Freitag 05.Juli 2013 offiziell zur Bundestagswahl zugelassen wurde und ueber ein Vollprogramm verfuegt, nicht nur erklaert was sie nicht moechte, sondern auch ganz klar WAS sie durchsetzen will!

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