Einlagen schrumpfen
Griechen ziehen wieder Geld von Konten ab

Es sah so aus, als hätten die Griechen wieder ein wenig Vertrauen in ihre Banken gefasst. Doch nun sinken die Einlagen wieder. Dieses Mal ist es aber weniger die Angst vor Verlusten, der die Kunden zur Bank treibt.
  • 2

AthenUnternehmen und Privatleute ziehen wieder Geld von ihren Konten in Griechenland ab. Die Einlagen schrumpften im Juni um 0,5 Prozent auf 162,65 Milliarden Euro, wie die Zentralbank am Donnerstag in Athen mitteilte. Grund dafür könnten sinkende Einkommen sein, weshalb viele Griechen an ihre Ersparnisse müssen. Denn die verfügbaren Einkommen fielen im ersten Quartal um 6,2 Prozent, nachdem sie zwischen 2009 und 2012 bereits real um 30 Prozent eingebrochen waren.

Die griechischen Banken hatten wegen der Schuldenkrise seit 2009 rund 90 Milliarden Euro oder ein Drittel ihrer Einlagen verloren, weil Kunden ihr Geld aus Angst vor einem Euro-Austritt des Landes abzogen. Mehr als 17 Milliarden Euro flossen seit Juni 2012 wieder zurück, nachdem die Wahl einer neuen Regierung die Sorge vor dem Euro-Abschied gedämpft hatte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Einlagen schrumpfen: Griechen ziehen wieder Geld von Konten ab"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • @DagmarK
    richtig erkannt. Für die Banken und Politiker sind die Gelder der Kunden nichts anderes als (fast) frei verfügbare Manövriermasse für Spekulationen oder zur Selbstdarstellung.

  • "Die griechischen Banken hatten wegen der Schuldenkrise seit 2009 rund 90 Milliarden Euro oder ein Drittel ihrer Einlagen verloren, weil Kunden ihr Geld aus Angst vor einem Euro-Austritt des Landes abzogen."

    Ach, das war das Geld der Banken. Das ist ja interessant.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%